Arc Raiders gilt bislang als taktisch geprägtes Extraction-Adventure aus der Third-Person-Perspektive. Genau diese feste Kamerasicht wurde nun von der Community unerwartet aufgebrochen. Ein Spieler hat mithilfe eines Exploits eine vollständige Ego-Perspektive freigeschaltet und damit eine Diskussion ausgelöst, die weit über ein einzelnes Reddit-Video hinausgeht. Der Perspektivwechsel wirft spannende Fragen zu Immersion, Spieldesign und möglichen Zukunftsoptionen für Arc Raiders auf.
- Spieler aktiviert Ego-Perspektive in Arc Raiders per Ingame-Exploit
- Deutlich intensivere Atmosphäre trotz kleiner Darstellungsfehler
- Entwickler reagieren schnell mit Hotfix
- Community diskutiert Chancen, Risiken und sogar VR-Potenzial
Inhalt
Arc Raiders als Ego-Shooter: Ein Perspektivwechsel mit Wirkung
Das von u/Short_Statisfaction_9 auf Reddit veröffentlichte Gameplay-Video zeigt Arc Raiders erstmals vollständig aus der Ego-Perspektive. Obwohl das Spiel klar für die Third-Person-Ansicht konzipiert wurde, funktioniert der Wechsel überraschend stabil. Waffenhandling, Bewegung und Kampfmechaniken bleiben weitgehend intakt. Lediglich visuelle Ungereimtheiten wie verschwindende Arme oder kurz sichtbare Körperteile erinnern daran, dass diese Ansicht nie offiziell vorgesehen war.
I tried arc raiders in first person
byu/Short_Satisfaction_9 inArcRaiders
Besonders hervorgehoben wird die deutlich gesteigerte Immersion. Gegner wirken näher, Bedrohungen unmittelbarer, die Spielwelt insgesamt beklemmender. Der Thread-Ersteller beschreibt das Erlebnis als „surreal“ und „unglaublich furchteinflößend“. Gleichzeitig wird betont, dass Arc Raiders keine Ego-Perspektive benötigt, um zu funktionieren – sie verändert jedoch die Wahrnehmung des Spiels grundlegend. Als Ego-Shooter gespielt, rückt das Gefühl von Isolation und Gefahr stärker in den Vordergrund, was gut zur dystopischen Spielwelt passt.
Exploit, Hotfix und Community-Reaktionen
Der Weg in die Ego-Perspektive führte über die Ingame-Konsole, die normalerweise für grafische Anpassungen wie Nebel oder Helligkeit genutzt wird. Genauere Details zum verwendeten Befehl behielt der Spieler für sich. Embark Studios reagierte dennoch zügig und sperrte den Zugriff auf die entsprechenden Konsolenbefehle per Hotfix. Damit ist die Ego-Perspektive aktuell nicht mehr reproduzierbar.
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In der Community stößt das Experiment dennoch auf große Resonanz. Viele feiern die intensivere Atmosphäre und wünschen sich eine offizielle Umschaltoption. Gleichzeitig wird anerkannt, dass eine Ego-Perspektive spielerische Nachteile gegenüber der Third-Person-Ansicht mit sich bringen kann, etwa beim Überblick oder der Gegnerwahrnehmung. Als mögliche Lösung werden getrennte Lobbys diskutiert. Andere Stimmen plädieren dafür, Arc Raiders unverändert zu lassen und den Perspektivwechsel als interessantes, aber nicht notwendiges Experiment zu betrachten. Vereinzelt taucht sogar die Idee auf, das Spiel könne langfristig Potenzial für VR-Erfahrungen bieten.
Fazit
Der Community-Exploit zeigt eindrucksvoll, wie stark sich Arc Raiders durch eine Ego-Perspektive verändern kann. Als Ego-Shooter entfaltet das Spiel eine neue, intensivere Atmosphäre, ohne seine Kernmechaniken zu verlieren. Trotz des schnellen Hotfixes bleibt die Diskussion bestehen, ob eine optionale First-Person-Ansicht dem Spiel langfristig Mehrwert bieten könnte. Arc Raiders befindet sich weiterhin in Entwicklung, ein Preis oder finaler Release-Termin stehen noch aus. Die aktuelle Debatte dürfte jedoch Einfluss darauf haben, wie offen Embark Studios künftig für alternative Spielerfahrungen bleibt.



















