Turtle Beach Stealth Pro II DEALS
Wenn ein Headset so aussieht, als hätte jemand die AirPods Max mit einem professionellen Studiosystem zusammengebracht und dann gesagt: „Macht das bitte für Gamer“, dann landet man ungefähr beim Turtle Beach Stealth Pro II. Das Teil sieht absurd gut aus für ein Gaming-Headset. Anodisiertes Aluminium, Chrome-Akzente, weiche Memory-Foam-Polster in Stoff-Optik. Erste Reaktion beim Auspacken: Bin ich sicher, dass das nicht für 400 Euro im Apple Store liegt? Spoiler: Es liegt für 349 Euro bei Turtle Beach. Und ja, es hält, was das Äußere verspricht.
Inhalt
- 1 Technische Daten: Turtle Beach Stealth Pro II
- 2 Klang, ANC und Mikrofonqualität
- 3 Stylisches Design im Turtle Beach Stealth Pro II
- 4 Konnektivität und CrossPlay 2.0
- 5 Akkulaufzeit: Theoretisch endlos, praktisch makellos
- 6 Software: Swarm II mit Licht und Schatten
- 7 Für wen ist das Turtle Beach Stealth Pro II das richtige Headset?
- 8 Turtle Beach Stealth Pro II Test: Fazit
- 9 Turtle Beach Stealth Pro II
Technische Daten: Turtle Beach Stealth Pro II
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Treiber | 60 mm Eclipse Dual Driver (Woofer + Tweeter) |
| Frequenzgang | 10 Hz – 40.000 Hz |
| Verbindung | 2,4 GHz Wireless + Bluetooth 5.3 (simultan) |
| Akku | 2x 40 Stunden (Hot-Swap) |
| Mikrofon | 9 mm, abnehmbar, Flip-to-Mute, KI-Rauschunterdrückung |
| ANC | Aktiv, einstellbar, bis zu -25 dB |
| Kompatibilität | Xbox, PlayStation, PC, iOS/Android, Switch, Switch 2, Steam Deck |
| Software | Swarm II (PC, iOS, Android) |
| Gewicht | 393 g |
| Preis | 349,99 Euro |
Klang, ANC und Mikrofonqualität
Die 60-mm-Eclipse-Treiber sind das Herzstück des Turtle Beach Stealth Pro II. Gegenüber dem Vorgänger (50 mm) sind sie deutlich größer und das hört man auch. Jede Ohrmuschel bekommt einen eigenen Woofer und Tweeter, was für eine sauberere Trennung von Tiefen, Mitten und Höhen sorgt als bei konventionellen Single-Driver-Designs.
Das Ergebnis ist ein Klangbild, das sofort nach Gaming-Headset klingt. Also mit betonten Bässen und Mitten, die Explosionen wuchtig und Schritte präsent machen. Das ist Geschmackssache, aber für Shooter und Action-Games genau das Richtige. Musik und Filme funktionieren ebenfalls gut, wobei die Höhen out-of-the-box etwas überbetont wirken können. Ein kurzes EQ-Tuning in der Swarm-II-App löst das und liefert ein exzellentes Klangbild ohne Bass-Fokus und mit wesentlich mehr Details.
Hi-Res Audio ist offiziell zertifiziert, bis zu 24-bit bei 96 kHz und das auch kabellos über 2,4 GHz. Dolby Atmos ist an Bord für räumliches Audio auf Xbox und PC. Wer möchte, kann zwischen vier voreingestellten Klangprofilen direkt am Headset wechseln: Signature Sound, Bass Boost, Treble Boost und Vocal Boost. Das reicht für den Alltag, wer es feiner haben will, greift zur App.
Die Superhuman Hearing Funktion, ein Turtle-Beach-Klassiker, ist ebenfalls mit dabei. Jetzt in drei einstellbaren Stufen, um leise Geräusche wie Schritte in Shootern besonders deutlich zu hören.
ANC: Gut, aber nicht der Hauptverkaufsgrund
Das ANC des Turtle Beach Stealth Pro II arbeitet mit vier internen Mikrofonen und reduziert Umgebungsgeräusche um bis zu 25 dB. Es ist einstellbar: Entweder direkt am Headset über den Mode-Button oder detaillierter in der Swarm-II-App.

Für typische Gaming-Umgebungen wie PC-Lüftergeräusche oder Umgebungslärm im Büro macht es seinen Job ordentlich. Der passive Schallschutz durch die Memory-Foam-Polster ist allerdings bereits so gut, dass man das ANC in ruhigen Umgebungen kaum braucht. Wer dagegen in lauten Haushalten oder Großraumbüros zockt, wird es zu schätzen wissen.
Mikrofon: Fast XLR-Qualität aus einem Gaming-Headset
Das abnehmbare 9-mm-Mikrofon des Stealth Pro II ist eine Ansage. Es sitzt an einem Schwebemechanismus aus sechs Gummispeichen, der Vibrationen vom Boomarm fernhält. Das Ergebnis ist eine Aufnahmequalität, die sich im direkten Vergleichen mit XLR-Setups nicht verstecken muss. Auch wenn das natürlich ein anderes Preisfeld ist.

Die eigene Stimme klingt warm, nah und voll. Wenn auch eine Spur nasal. Die KI-Rauschunterdrückung filtert Hintergrundgeräusche aktiv heraus. Das Flip-to-Mute-System funktioniert wie immer bei Turtle Beach zuverlässig und intuitiv: Mikrofon nach oben klappen bedeutet stumm, nach unten bedeutet aktiv. Kein Suchen nach einem Button, kein versehentliches Stummschalten.
Testaufnahme Turtle Beach Stealth Pro II:
Wenn man das Mikrofon abnimmt, übernehmen integrierte Beamforming-Mikrofone in den Ohrmuscheln. Die Qualität dort ist für Videoanrufe und Musik-Streaming ausreichend, aber kein Ersatz für das Boom-Mic in Voice-Chat-Situationen.
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Stylisches Design im Turtle Beach Stealth Pro II
Das Turtle Beach Stealth Pro II ist komplett neu designt gegenüber dem Vorgänger. Und das ist gut so. Der erste Stealth Pro war funktional stark, optisch aber eher durchschnittlich. Beim II ist das anders. Das Headset besteht aus einer Kombination aus weichem Soft-Touch-Kunststoff und echtem Aluminium. Die gebogenen Bügelarme sind aus Metall, sattschwarze (oder weiße, wie in meinem Modell) Lackierung, abgesetzte Akzente an den Ohrmuscheln.
Das Kopfband erinnert stark an die AirPods Max und besteht aus einem Mesh-Stoff, der sich der Kopfform anpasst. Die Ohrmuscheln sind höhenverstellbar, drehen sich 90 Grad und neigen sich. Passform für unterschiedliche Kopfformen ist damit kein Problem.
Die linke Ohrmuschel ist magnetisch abnehmbar, dahinter sitzt der wechselbare Akku. Bedienelemente gibt es auf beiden Seiten: links Lautstärkerad, Chatmix-Rad, USB-C-Ladeanschluss und Power-Button; rechts den CrossPlay-Taster für den Gerätewechsel, ein separates Bluetooth-Lautstärkerad und den Bluetooth-Button. Das Chatmix-Rad und der Mode-Button lassen sich in der Swarm-II-App frei belegen.

Im Lieferumfang steckt auch ein Hard-Shell-Case aus Kunststoff mit Schaumstoff-Inlay. Für ein Gaming-Headset ist das ein echter Mehrwert und zeigt, dass Turtle Beach das Teil als Premium-Produkt positioniert. Einen Kritikpunkt gibt es: Der Anpressdruck ist beim ersten Aufsetzen spürbar. Wer große Ohren oder einen überdurchschnittlich großen Kopf hat, muss sich etwas eingewöhnen. Das legt sich mit der Zeit und betrifft auch nicht jeden. Ich empfinde den Tragekomfort als herausragend.
Konnektivität und CrossPlay 2.0
Hier liegt das stärkste Argument für das Turtle Beach Stealth Pro II, das es von fast allen Konkurrenten unterscheidet. CrossPlay 2.0 erlaubt den kabellosen Wechsel zwischen bis zu vier 2,4-GHz-Geräten per Knopfdruck. Im Lieferumfang stecken eine Transmitter-Dock (die gleichzeitig der Zweit-Akku-Lader ist) und ein zusätzlicher USB-Dongle. Also zwei Verbindungen out-of-the-box. Weitere Dongles sind für rund 35 Euro zusätzlich erhältlich.

Der entscheidende Unterschied zu Lösungen wie dem SteelSeries Arctis Nova Pro oder dem Astro A50 X: Die Geräte müssen nicht in der Nähe des Base-Stations stehen. PC im Zimmer, PlayStation im Wohnzimmer: kein Problem. Der Wechsel passiert kabellos über die jeweiligen Dongles, ohne USB-Kabel-Jonglage.
Zusätzlich läuft Bluetooth 5.3 simultan zur 2,4-GHz-Verbindung. Das heißt: Spiel auf dem PC hören und gleichzeitig einen Discord-Call auf dem Smartphone führen, beides parallel mit unabhängigen Lautstärkereglern.
Die Reichweite ist dabei außergewöhnlich. Im Test hielt die Verbindung auch aus rund 20 Metern Reichweite noch stabil. Durch mehrere Wände, ohne einen einzigen Aussetzer. Das ist besser als so mancher Router.
Akkulaufzeit: Theoretisch endlos, praktisch makellos
Zwei wechselbare 40-Stunden-Akkus ergeben in der Summe 80 Stunden Laufzeit. Einer sitzt im Turtle Beach Stealth Pro II, der andere lädt in der Transmitter-Dock. Der Wechsel dauert nur wenige Sekunden. Linke Ohrmuschel abnehmen, Akku raus, frischen rein, fertig. Kein Kabel, keine Pause.
Zum Vergleich: Das Sony Inzone H9 2 kommt auf rund 30 Stunden (ANC ausgeschaltet) und braucht dann ein Ladekabel. Das SteelSeries Arctis Nova Pro Wireless schafft 44 Stunden mit zwei Akkus à 22 Stunden. Das Stealth Pro II schlägt beides deutlich.
Für stationäre Setups an Schreibtisch oder TV ist dieses System nahezu perfekt. Unterwegs ist das Headset durch sein Gewicht und den Formfaktor ohnehin eher weniger geeignet.
Software: Swarm II mit Licht und Schatten
Die Swarm-II-App ist die Schaltzentrale für alle Anpassungen des Turtle Beach Stealth Pro II: EQ-Presets, Mikrofon-Feintuning, Noise Gate, Button-Belegung, Firmware-Updates. Die App läuft auf PC, iOS und Android, ohne Login-Pflicht. Das ist ein Fortschritt gegenüber dem Vorgänger.
In der Praxis läuft Swarm II flüssig und übersichtlich. Kurz vor Launch gab es in einzelnen Testexemplaren noch Probleme mit der Firmware-Update-Routine. Das war aber ein vorübergehendes Problem und sollte zum regulären Verkaufsstart kein Thema mehr sein.
Für wen ist das Turtle Beach Stealth Pro II das richtige Headset?
Wer ein stationäres Setup hat, mehrere Plattformen nutzt und kein Kompromiss-Headset will, ist beim Turtle Beach Stealth Pro II richtig. Das Stealth Pro II ist eines der besten Premium-Gaming-Headset auf dem Markt, wenn man PC und mindestens eine Konsole gleichzeitig betreibt.
Ohne dass die Geräte neben einander stehen müssen. Wer hauptsächlich mobil unterwegs ist, ein leichtes Headset sucht oder mit einer einzigen Plattform auskommt, findet für weniger Geld ebenfalls gute Alternativen zum Turtle Beach Stealth Pro II.
- Mehr lesen: Warum IEMs besser sind als jedes Gaming-Headset
Turtle Beach Stealth Pro II Test: Fazit
Das Turtle Beach Stealth Pro II ist ein beeindruckendes Stück Hardware. Und ich hätte vor ein paar Jahren nicht gedacht, dass ich das zu den (einstmals sehr basslastigen und matschigen) Headsets des US-Herstellers mal sagen könnte. Aber Turtle Beach ist mittlerweile im High-End-Segment angekommen und liefert ab!
Klang auf Hi-Res-Niveau, ein Mikrofon das professionellen Setups gefährlich nahe kommt, CrossPlay 2.0 als echter Marktalleingang, 80 Stunden Akkulaufzeit und ein Design, das man sich auch außerhalb des Gaming-Kontexts vorstellen kann. Das ist ein starkes Paket.
349 Euro für das Turtle Beach Stealth Pro II sind aber kein Pappenstiel. Aber verglichen mit dem Astro A50 X (400 Euro) oder dem SteelSeries Arctis Nova Elite (600 Euro) sieht der Preis plötzlich vernünftig aus. Turtle Beach hat mit dem Stealth Pro II ein Headset gebaut, das 2026 am oberen Ende des Marktes mitspielt und das merkt man in jeder Hinsicht.
The Review
Turtle Beach Stealth Pro II
Das Stealth Pro II ist das Gaming-Headset, das sich Turtle Beach lange aufgespart haben muss. Klang, Mikrofon, Akku und Konnektivität spielen alle auf einem Niveau, das in dieser Preisklasse kaum zu schlagen ist. Wer ein stationäres Multi-Plattform-Setup betreibt, kauft hier blind.
PROS
- Starke Akkulaufzeit
- Hochwertiges Design
- Tadellose Verarbeitung
- Kabelloser Gerätewechsel zwischen bis zu vier Quellen
- Hervorragender Klang
- Hi-Res Audio (auch kabellos)
- Gutes ANC
- Exzellenter Tragekomfort
CONS
- Hoher Preis
- Recht hoher Anpressdruck
- Zusätzliche Dongles kosten extra
- Begleit-App könnte besser sein
Turtle Beach Stealth Pro II DEALS
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