Epomaker TH108 Pro DEALS
Mechanische Tastaturen gibt es wie Sand am Meer. Wer sich in dem Segment nach oben orientiert, landet schnell bei dreistelligen Preisen für Boards, die zwar solide sind, aber kaum Alleinstellungsmerkmale haben. Die Epomaker TH108 Pro versucht genau da anzusetzen: Vollformat, kabelloser Betrieb, ein echtes TFT-Display auf dem Gehäuse und zwei Switch-Optionen und das für unter 120 Euro. Ich habe die Tastatur über mehrere Wochen intensiv genutzt, sowohl beim Gaming als auch im Arbeitsalltag.
Inhalt
- 1 Technische Daten der Epomaker TH108 Pro
- 2 Epomaker TH108 Pro Test: Im Alltag richtig gut
- 3 Design und Verarbeitung der TH108 Pro
- 4 Ausstattung: Vollformat, drei Verbindungsmodi und ein echtes Display
- 5 Akkulaufzeit: Massiver Akku, der hält was er verspricht
- 6 App-Anbindung: Browser-basiert, aber funktional
- 7 Epomaker TH108 Pro Test: Fazit
- 8 Epomaker TH108 Pro
Technische Daten der Epomaker TH108 Pro
| Produktbezeichnung | TH108 Pro |
| Schalterart | Mechanisch |
| Tastenschaltertyp | Creamy Jade / Sea Salt Silent V2 |
| Angebotene Schaltertypen | Linear |
| Schalter austauschbar | Ja |
| Tastenkappen austauschbar | Ja |
| Material | ABS-Kunststoff |
| Abmessungen (L x B x H) | 445 x 140 x 42 mm |
| Gewicht | 1.120 Gramm |
| Onboard-Speicher | 5 Profile |
| Verbindung | USB-Typ-C; 2,4-GHz; Bluetooth |
| Tastenkappen | PBT Double-Shot |
| Abtastarate | 1.000 Hz |
| Preis | ab 109,99 Euro |
Epomaker TH108 Pro Test: Im Alltag richtig gut
Nach mehreren Wochen intensiver Nutzung, sowohl für lange Schreibsessions als auch für Gaming-Abende mit mehreren Stunden am Stück, hat die Epomaker TH108 Pro einen klaren Eindruck hinterlassen: Das ist eine Tastatur, die funktioniert. Und zwar echt gut.
@nophilterde Mechanische Tastatur zum Hammerpreis und sie hat ein TFT-Display, einen 10.000-mAh-Akku und die leisesten Switches, die ich je unter den Fingern hatte 👀 Die Epomaker TH108 Pro macht gerade einiges richtig. Vollständiger Test auf nophilter.de – Link in der Bio. [Werbung] Der Hersteller hat mir die Tastatur für den Test kostenlos zur Verfügung gestellt aber keine Vorgaben zum Test und meiner Bewertung gemacht. #techtok #pcgaming #gaminggear #keyboard #fyp
Die Epomaker TH108 Pro ist in zwei Switch-Versionen erhältlich: mit den Creamy Jade Switches (linearer Hub, 45 gf Auslösekraft, 3,6 mm Gesamtweg) und den Sea Salt Silent Switches (ebenfalls linear, 45 gf Auslöse-, 51 gf Bottom-out-Kraft, 3,5 mm Gesamtweg, vorgeschmiert). Beide Varianten sind 5-polig und können Hot-Swap-kompatibel ausgetauscht werden.
Die Creamy Jade Switches tippen sich angenehm weich und flüssig. Das Tippgefühl ist ruhig, der Anschlag kontrolliert. Für lange Schreibsessions gut geeignet, für Gaming ebenfalls solide. Wer einen klaren, präzisen linearen Switch möchte, ist hier richtig.
Die Sea Salt Silent Switches sind allerdings das eigentliche Highlight. Was diese Switches leisten, ist für einen Preispunkt unter 90 Euro bemerkenswert: nahezu lautloses Tippen, ohne dabei das Feedback oder die Präzision einzubüßen. Nicht nur der Auslöse-Klick fehlt. Auch der Aufprall der Taste auf dem Boden ist kaum hörbar. In Kombination mit dem 5-lagigen Gasket-Mount-Innenleben entsteht ein Tipp-Erlebnis, das man in dieser Form selten unter den Fingern hat. Auch in einem ruhigen Büro oder nachts ohne Kopfhörer geht das tadellos. Wer die Wahl hat, sollte definitiv zur Silent-Version greifen.
Das Full-Size-Layout mit Numpad ist im Gaming nicht jedermanns Sache. In der Praxis ist das vor allem eine Frage des Platzbedarfs. Als Allrounder für Leute, die eine Tastatur sowohl zum Spielen als auch zum Arbeiten nutzen, ist das komplette Layout ein klarer Vorteil.
Epomaker TH108 Pro mit Sea Salt Silent V2 Switches:
Im USB-Modus mit 1000-Hz-Polling ist selbst in kompetitiven Spielen keine Latenz spürbar. Die 2,4-GHz-Verbindung ist für alle Anwendungsszenarien ausreichend performant. Bluetooth reicht für Office-Nutzung, wird aber für Gaming nicht empfohlen.
Die Polling-Rate und Anti-Ghosting-Funktion bewähren sich im Test: Auch schnelle Kombinationsdrücke werden zuverlässig registriert, ungewollte Mehrfachregistrierungen gab es keine. Das TFT-Display hat sich im täglichen Betrieb tatsächlich als nützlicher herausgestellt als erwartet. Ein kurzer Blick auf die Uhr, ohne die Augen vom Bildschirm nehmen zu müssen, hat seinen Wert.
Design und Verarbeitung der TH108 Pro
Die Epomaker TH108 Pro ist mit 445 × 140 × 42 mm ein ausgewachsenes Fullsize-Board. Wer wenig Platz hat, muss das einkalkulieren und beispielsweise zur Magcore 65 Lite (Test) oder TH87 ISO DE (Test) greifen. Das Gehäuse besteht aus ABS-Kunststoff mit einer Flex-Cut-Platte aus Polycarbonat, darunter arbeitet ein Flex-Cut-PCB aus FR4. Das klingt nach Sparmaßnahmen auf dem Papier, fühlt sich in der Hand aber deutlich hochwertiger an als erwartet. Nichts wackelt, nichts knarzt, der Aufbau macht einen gesunden, kompakten Eindruck.
Das Gehäuse der Epomaker TH108 Pro ist keilförmig aufgebaut: vorne 20 mm hoch (plus 8 mm für die Tasten), hinten 34 mm (plus 42 mm mit Tasten). Auf der Unterseite sitzen vier Gummifüße für sicheren Halt sowie zwei zweistufige Klappständer, die Tippwinkel von 6, 8 und 10,5 Grad ermöglichen. Das ist nichts Weltbewegendes, aber gut gelöst.
Optisch bietet die TH108 Pro mehr als die übliche graue Einheitssauce. Es gibt zwei Farbvarianten: Schwarz und Weiß-Blau. Bei beiden sind Escape, die Pfeiltasten und beide Enter-Tasten farblich hervorgehoben.
Über dem Ziffernblock befindet sich das TFT-Display, flankiert von zwei RGB-Ringen. Daneben sitzt der Drehknauf – silber bei der schwarzen Version, silber-blau bei der weißen. Der Bereich ist in einen abgesetzten schwarzen Block integriert, was bei der weißen Variante besonders auffällt. Ob man das mag, ist Geschmackssache. Funktional stört es nicht.
Die 104 Tastenkappen der Epomaker TH108 Pro bestehen aus Double-Shot-PBT im Cherry-Profil, alle mit durchscheinenden Beschriftungen für die RGB-Beleuchtung. Das Material ist langlebig, der Griff angenehm. Keine Fingerabdrücke nach fünf Minuten, kein Ausbleichen bei längerem Gebrauch zu erwarten. Jede Taste hat eine south-facing RGB-LED, an den Seiten des Gehäuses sitzen zusätzliche RGB-Leisten. Die Beleuchtung ist sehr hell und individuell konfigurierbar oder lässt sich komplett deaktivieren.
Der Innenaufbau ist auf Dämpfung ausgelegt: fünf Lagen Material inklusive Sandwich-Schaum, IXPE-Schalterpolster, PET-Folie, EPDM-Schaumstoff und einem Silikonboden. Das Gasket-Mount-Prinzip sorgt für eine spürbare Entkopplung zwischen Tasten und Gehäuse. Man merkt den Unterschied sofort im Vergleich zu günstigeren Boards – das Tippgefühl ist weich und kontrolliert, ohne schwammig zu wirken.
Ausstattung: Vollformat, drei Verbindungsmodi und ein echtes Display
Die Epomaker TH108 Pro ist ein 100-Prozent-Layout mit 104 Tasten. Numpad, Funktionsreihe, Navigationsblock, alles dabei. Wer auf nichts verzichten will, findet hier das komplette Angebot. Sämtliche Tastenkappen sind Hot-Swap-fähig, die Switches lassen sich werkzeuglos tauschen. Im Lieferumfang ist ein Schlüsselkappen- und Switch-Puller enthalten, dazu zwei Ersatz-Switches und das 2,4-GHz-Dongle, das platzsparend unter dem linken Klappständer verstaut wird.

Die Verbindung läuft über drei Wege: USB-C (Kabel im Lieferumfang), 2,4-GHz-Dongle und Bluetooth 5.0. Umgeschaltet wird über einen physischen Schieberegler an der Oberkante. Intuitiv, ohne Tastenkombinationen auswendig lernen zu müssen. Ein zweiter Schieberegler wechselt zwischen Windows- und macOS-Belegung. Im USB-Modus erreicht die Tastatur eine Polling-Rate von 1000 Hz und damit eine Eingangslatenz von rund 2 ms. Mit dem 2,4-GHz-Dongle sind es 5 ms, per Bluetooth 11 ms. Für den Alltag, auch beim Gaming, sind alle drei Werte absolut praxistauglich.
Die Epomaker TH108 Pro unterstützt N-Key-Rollover und ist Anti-Ghosting-fähig. Macro-Belegungen sind möglich, ebenso vollständig individuell konfigurierbare RGB-Effekte pro Taste. Neben dem Keyswitch-Bereich sorgt eine dynamische Beleuchtungsfunktion dafür, dass Tastenanschläge visuell hervorgehoben werden.
Das TFT-Display zeigt Uhrzeit, Datum, Verbindungsstatus, Akkustand und aktive Modifikatortasten an. Über die Software lassen sich eigene Bilder, Logos und kurze animierte GIFs aufspielen. Gesteuert wird das Display über den Drehknauf in Kombination mit der FN-Taste. Die Helligkeit des Displays ist im direkten Vergleich zur RGB-Beleuchtung deutlich geringer. Für einen schnellen Zeitblick reicht es allemal, zum Ablesen von Texten ist es weniger geeignet. Als praktisches Info-Element funktioniert es überraschend gut: Wer im Flow ist und keine Zeit hat, auf die Uhr zu schauen, hat die Zeit jetzt dank der Epomaker TH108 Pro einfach im Blickfeld.
Akkulaufzeit: Massiver Akku, der hält was er verspricht
10.000 mAh klingen wie eine Hausnummer aus dem Smartphone-Markt. In einer Tastatur ist das tatsächlich ungewöhnlich groß und es macht sich bemerkbar. Im Praxistest der Epomaker TH108 Pro mit dauerhaft aktivierter RGB-Beleuchtung auf mittlerer bis hoher Helligkeit lagen die Laufzeiten zwischen 35 und 45 Stunden. Das deckt sich mit den Herstellerangaben von 48 Stunden bei voller RGB-Helligkeit. Wer die Beleuchtung deaktiviert, soll laut Epomaker bis zu 200 Stunden rausholen können. Ein Wert, der im Testbetrieb nicht vollständig verifiziert wurde, aber realistisch erscheint.
Geladen wird über den USB-C-Port an der Oberkante. Einen separaten Lade-LED-Indikator gibt es nicht. Der Akkustand ist aber auf dem TFT-Display ablesbar, was praktisch ist. Die Ladezeiten bei einem leeren 10.000-mAh-Akku sind naturgemäß lang; über Nacht an einem normalen USB-A-Adapter zu laden ist die entspannteste Lösung.
Verbindungsabbrüche in beiden kabellosen Modi gab es im Test keine. Die 2,4-GHz-Verbindung blieb auch auf Distanz von mehreren Metern stabil, Bluetooth arbeitete zuverlässig an verschiedenen Geräten. Wer die Tastatur regelmäßig zwischen Desktop und Laptop wechselt oder am Schreibtisch kabellos und unterwegs per Bluetooth nutzen will, bekommt hier eine flexible Lösung ohne nervige Stabilitätsprobleme.
App-Anbindung: Browser-basiert, aber funktional
Die Konfigurationssoftware läuft browserbasiert, keine Installation notwendig. Das bedeutet, sie funktioniert auf Windows, macOS und eingeschränkt auch auf Linux. Die technische Basis ist VIA/QMK mit herstellerspezifischen Erweiterungen, der Treiber wird über die Epomaker-Website bereitgestellt.

Die Oberfläche ist übersichtlich aufgebaut. Links eine vertikale Navigationsleiste mit den Bereichen Custom Keys, Lighting Settings, Macro Manager, TFT Screen und Settings. Im oberen Bereich eine vollständige grafische Darstellung der Tastatur als Live-Vorschau. Für die RGB-Einstellungen stehen zahlreiche vordefinierte Effekte zur Verfügung: statisches Licht, Atemeffekte, Wellenmuster, reaktive Effekte, Sternenhimmel, Schneefälle und mehr. Helligkeit, Animationsgeschwindigkeit und Richtung lassen sich stufenlos anpassen, ein Farbrad erlaubt präzise Farbauswahl inklusive direkter Hex-Eingabe.
Der TFT-Screen-Editor ist das interessanteste Feature der Software. Eigene Bilder und GIFs lassen sich importieren, einzelne Frames bearbeiten und als Animation auf das Display übertragen. Für die Bildbearbeitung stehen Filter wie Graustufen, Invertierung, Sepia, Unschärfe und Emboss-Effekte zur Verfügung, außerdem Helligkeits-, Kontrast- und Transparenzregler. Das ist für eine Tastaturkonfiguration erstaunlich umfangreich.
Macro-Belegungen funktionieren zuverlässig und sind schnell eingerichtet. Wer einmal alles konfiguriert hat, braucht die Software danach kaum noch. Die Einstellungen werden im Onboard-Speicher der Tastatur gespeichert.
Ein Punkt, den datenbewusste Nutzer im Blick haben sollten: Die Konfiguration läuft über einen externen Server. Wer lieber vollständig offline arbeitet, wird hier Abstriche machen müssen. Das ist kein K.O.-Kriterium, aber transparent erwähnenswert.
Epomaker TH108 Pro Test: Fazit
Die Epomaker TH108 Pro ist eine mechanische Tastatur, die mehr liefert als ihr Preis vermuten lässt. Das 5-lagige Gasket-Mount-Innenleben, die solide PBT-Bestückung im Cherry-Profil und die drei Verbindungsmodi machen sie zu einem ernstzunehmenden Allrounder – egal ob Gaming, Büro oder beides. Der 10.000-mAh-Akku ist in dieser Geräteklasse eine echte Besonderheit und macht sich im Alltag deutlich bemerkbar: Wochenlang kabellos tippen, ohne ans Ladekabel denken zu müssen, ist kein Marketing-Versprechen, sondern gelebte Realität.
Das TFT-Display ist kein Gimmick, sondern ein kleines, aber echtes Quality-of-Life-Feature. Wer einmal daran gewöhnt ist, auf einem Blick Uhrzeit und Akkustand auf dem Board ablesen zu können, vermisst das an anderen Tastaturen. Die Sea Salt Silent Switches sind dabei das eigentliche Argument für einen Kauf: In dieser Preisklasse bekommt man selten so viel Ruhe beim Tippen, ohne auf Präzision oder Feedback verzichten zu müssen. Wer zwischen beiden Switch-Varianten wählt, sollte den minimal höheren Preis für die Silent-Version ohne Zögern in Kauf nehmen.
The Review
Epomaker TH108 Pro
Die Epomaker TH108 Pro ist für unter 90 Euro eine der vollständigsten mechanischen Tastaturen in ihrem Preissegment. Mit einem Akku, der wochenlang hält, und Silent Switches, die in dieser Klasse ihresgleichen suchen.
PROS
- Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Tolle Switches
- Angenehm leise
- Riesiger Akku
- Tri-Mode-Konnektivität
- Praktisches Display
CONS
- Gehäuse aus Kunststoff
- Recht hohes Eigengewicht
- Linux-Support der Software eingeschränkt
Epomaker TH108 Pro DEALS
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