Hator Quasar 3 Ultima 8K & Quasar 3S Ultima 8K im Test: Wie viel Gaming-Maus gibt’s für unter 100 Euro? Die niederländische Marke Hator Gaming steht für High-End-Hardware zum Mittelklasse-Preis. Bereits mit dem rund 100 Euro teuren Hall-Effekt-Keyboard Skyfall 80 MAG ULTIMAT 8K (Test) bewies man eindrucksvoll, dass man es technisch problemlos mit der zwei- bis dreimal so teuren Konkurrenz aufnehmen kann. Das will man nun im Segment der Gaming-Mäuse erneut zeigen. Die Quasar 3 Ultima 8K und die kompaktere Quasar 3S Ultima 8K teilen sich dieselbe technische Basis, unterscheiden sich aber spürbar in Form und Handhabung. Beide Modelle kosten jeweils 99,99 Euro. Was dahinter steckt und für wen welche Variante taugt, zeige ich nach ausgiebiger Nutzung in diesem Test.
Inhalt
- 1 Technische Daten und Vergleich
- 2 Hator Quasar 3 Ultima 8K & Quasar 3S Ultima 8K: Design und Verarbeitung
- 3 Ausstattung auf Top-Niveau
- 4 Lange Akkulaufzeit in der Quasar-3-Serie
- 5 Anpassungen per HATOR Mousehub
- 6 Hator Quasar 3 Ultima 8K und Quasar 3S Ultima 8K in der Praxis
- 7 Hator Quasar 3 Ultima 8K und Quasar 3S Ultima 8K Test: Fazit
- 8 Hator Quasar 3 Ultima 8K und Quasar 3S Ultima 8K
Technische Daten und Vergleich
| Merkmal | Quasar 3S Ultima 8K Wireless | Quasar 3 Ultima 8K Wireless |
|---|---|---|
| Gewicht | 46 g | 52 g |
| Abmessungen | 119 × 60 × 39 mm | 125 × 64 × 40 mm |
| Sensor | PixArt PAW3950 | PixArt PAW3950 |
| Auflösung | bis 30.000 DPI | bis 30.000 DPI |
| Polling-Rate (kabellos) | 8.000 Hz | 8.000 Hz |
| Verbindung | USB / BT 5.4 / 2,4 GHz | USB / BT 5.4 / 2,4 GHz |
| Akku | 300 mAh | 300 mAh |
| Laufzeit | bis zu 96 Stunden | bis zu 96 Stunden |
| Schalter | HATOR Optical 100M | HATOR Optical 100M |
| Design | Klassisch, einfarbig | Farbverlauf, zweifarbig |
| Farben | Schwarz / Weiß | Schwarz-Violett / Weiß-Mint |
| UVP | 99,99 EUR | 99,99 EUR |
Hator Quasar 3 Ultima 8K & Quasar 3S Ultima 8K: Design und Verarbeitung
Bereits optisch unterscheiden sich Hator Quasar 3 Ultima 8K und Hator Quasar 3S Ultima 8K voneinander. Okay, die 3S ist Schwarz, die normale 3er hingegen kommt mit Violett-Schwarzem Farbverlauf. Aber es gibt noch mehr Unterschiede.
Beim ersten Anfassen beider Nager merkt man sofort: Hier wurde konsequent auf Gewicht optimiert. Die Quasar 3 Ultima misst 125 x 64 x 40 mm bei einem Gewicht von 52 Gramm, die Quasar 3S Ultima fällt mit 119 x 60 x 39 mm und 46 Gramm merklich kompakter aus.
Das Gehäuse besteht aus mattem Kunststoff, der angenehm wenig fingerabdruckanfällig ist. Die Spaltmaße fallen gleichmäßig aus und es sind keine auffälligen Unregelmäßigkeiten erkennbar. Alles in allem setzt Hator hier eine exzellente Verarbeitungsqualität an.
Im Design zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen beiden Varianten. Die Quasar 3 Ultima setzt auf ein zweifarbiges Gehäuse, das vordere und hintere Hälfte optisch voneinander absetzt und so einen stärker akzentuierten, technisch wirkenden Gesamteindruck vermittelt. Die Quasar 3S Ultima hingegen ist in einfarbigen Varianten ausgeführt, wodurch das Erscheinungsbild ruhiger wirkt.
Beide Mäuse folgen einer symmetrischen Grundform mit leicht ergonomischer Ausprägung für Rechtshänder. Die Quasar 3 bietet dabei mehr Auflagefläche und eine breitere Silhouette, während die 3S deutlich schmaler und kompakter wirkt. Das Gefühl in der Hand fällt allerdings bei beiden Hator-Mäusen hervorragend aus. Zumindest, wenn du nicht wahnsinnig große Pranken hast.
Das Mausrad der Hator Quasar 3 Ultima 8K und Hator Quasar 3S Ultima 8K sitzt tief eingelassen zwischen den Haupttasten und ist mit einer griffigen Gummierung für kontrolliertes Scrollen ausgestattet. Auf der Unterseite finden sich großflächige Gleitfüße.
Großes Lob: Der Lieferumfang fällt unglaublich umfangreich aus. Enthalten sind mehrere Grip-Tapes für unterschiedliche Bereiche der Maus, verschiedene Gleitfüße, darunter PTFE- und Glas-Skates, zusätzliche Spot-Feet, ein flexibles geflochtenes USB-C-Kabel, ein 8K-Dongle sowie Sticker und Ersatzpads. Besonders hervorzuheben sind die hochwertigen Stofftaschen, mit denen die Mäuse reisetauglich gemacht werden können. Das hat Seltenheitswert, nicht nur in dieser Preisklasse!
Ausstattung auf Top-Niveau
Die Hator Quasar 3 Ultima 8K und Hator Quasar 3S Ultima 8K setzen auch eine top-moderne Ausstattung, die selbst die namhafte Konkurrenz stellenweise alt aussehen lässt oder für die man bei bekannten Marken wesentlich tiefer in die Tasche greifen müsste.
Aus technischer Sicht gibt es zwischen beiden Modellen keinen Unterschied. Als Sensor kommt in beiden Fällen der PixArt PAW3950 zum Einsatz, der mit bis zu 30.000 DPI und einer Beschleunigung von bis zu 50 G spezifiziert ist. Die Haupttasten basieren auf optischen Schaltern von Hator in Kooperation mit Kailh, die mit einer Lebensdauer von 100 Millionen Klicks angegeben werden.
Die beiden hervorragend positionierten Seitentasten nutzen Huano-Schalter mit einer deutlich geringeren Spezifikation von fünf Millionen Klicks. Der PAW3950 gehört zur aktuellen Speerspitze im Bereich der optischen Sensoren und liefert auch in der Praxis exaktes Tracking ohne Smoothing oder Jitter.

Verbindung finden die Hator Quasar 3 Ultima 8K und Hator Quasar 3S Ultima 8K wahlweise kabelgebunden über USB, kabellos via 2,4 GHz oder über Bluetooth 5.4. Die maximale Polling-Rate von 8.000 Hz steht ausschließlich im 2,4-GHz-Modus zur Verfügung, während kabelgebunden bis zu 1.000 Hz erreicht werden. Die Flexibilität durch drei Verbindungsoptionen ist ein echter Pluspunkt für alle, die die Maus auch an Laptops oder mobilen Geräten nutzen wollen.

Ein kleiner Wermutstropfen: Eine DPI-Taste auf der Oberseite fehlt bei der Hator Quasar 3 Ultima 8K und 3S. Die DPI-Umschaltung läuft entweder über die Software oder über eine separate Taste auf der Unterseite. Nicht ideal gelöst, hält aber immerhin das Gehäuse angenehm clean. Außerdem ist die Software aktuell auf Windows beschränkt, was macOS- und Linux-Nutzer außen vor lässt.
Lange Akkulaufzeit in der Quasar-3-Serie
Mit einer Kapazität von 300 mAh erreichen beide Mäuse in der Praxis Laufzeiten von bis zu 96 Stunden im kabellosen Betrieb. Zumindest, wenn du mit einer Abtastrate von 1.000 Hz zurecht kommst. Bei 8.000 Hz reduziert sich die Laufzeit spürbar, da kann ich aber nicht viel zu sagen, da ich meist auf 2.000 Hz zocke und auch hier problemlos über eine Woche Nutzung herausbekam.
In der Praxis ist das eine Zahl, die man so gut wie nie ausreizt. Im regulären Gaming-Alltag mit ein paar Stunden täglich lädt man diese Mäuse einmal pro Woche, wenn überhaupt. Der Ladevorgang erfolgt über das mitgelieferte USB-C-Paracord-Kabel, über das du beim Laden problemlos einfach weiterzocken kannst.
Anpassungen per HATOR Mousehub
Auch wenn die Hator Quasar 3 Ultima 8K und Hator Quasar 3S Ultima 8K Plug-and-Play unterstützen, darf eine Begleit-App natürlich nicht fehlen. Und die hört in diesem Fall auf den Namen HATOR Mousehub. Mir gefällt sie mir ihrem aufgeräumten Look ausgesprochen gut.
Die gesamte Softwareoberfläche wirkt klar und logisch aufgebaut, wodurch sich alle Funktionen schnell erfassen lassen. Bereiche wie DPI-Anpassung, Polling-Rate, Sensoroptionen oder Tastenbelegung sind sauber voneinander getrennt und dennoch übersichtlich miteinander verbunden.
Alle sechs Eingabeelemente lassen sich frei konfigurieren, bis zu sechs DPI-Stufen sind individuell definierbar und die Entprellzeit kann präzise angepasst werden. Letzteres ist nicht nur eine Spielerei, sondern entscheidend für die Latenz. Ein separater Makrobereich erlaubt die Erstellung und Verwaltung komplexer Eingabesequenzen. Verzögerungen können automatisch eingefügt oder manuell definiert werden. Profile können erstellt, exportiert und importiert werden.
Der Funktionsumfang ist für eine Maus dieser Preisklasse überzeugend, auch hier lässt Hator nichts vermissen, was teurere Anbieter im Schlepptau haben. Das einzige echte Manko ist, dass die Software ausschließlich für Windows 10 und 11 verfügbar ist. Wer auf einem anderen System arbeitet, kann die Maus zwar trotzdem nutzen, muss aber auf alle Anpassungen verzichten. Ein Webbrowser-basiertes Konfigurationstool existiert bereits für einige ähnliche Modelle anderer Hersteller – das wäre für zukünftige Firmware-Updates eine sinnvolle Erweiterung. Ebenfalls schade: Beide Mäuse lassen mich nur ein einziges Profil anlegen.
Hator Quasar 3 Ultima 8K und Quasar 3S Ultima 8K in der Praxis
Im täglichen Einsatz zeigen die Hator Quasar 3 Ultima 8K und Quasar 3S Ultima 8K eindrucksvoll, was in ihnen steckt. Das Tracking ist sauber, konsistent und reagiert ohne merkbare Verzögerung. In schnellen First-Person-Shootern und dynamischen Spielen werden Flick-Bewegungen unmittelbar umgesetzt und selbst bei sehr schnellen Richtungswechseln bleibt der Sensor präzise.
Gerade im kompetitiven Gaming-Betrieb profitieren beide Mäuse deutlich vom geringen Gewicht. Schnelle Flicks lassen sich mit minimalem Kraftaufwand ausführen, wodurch insbesondere bei Low-Sense-Einstellungen ein flüssiges Bewegungsverhalten entsteht. Dank exzellentem Tracking und präzisem Sensor bleiben hier keine Wünsche offen.
Der Unterschied zwischen beiden Modellen macht sich vor allem im Handling bemerkbar. Die Hator Quasar 3 Ultima 8K vermittelt durch ihre größere Gehäuseform ein stabileres Gefühl in der Hand. Die zusätzliche Breite und Länge sorgen dafür, dass die Maus bei schnellen Bewegungen kontrollierter geführt werden kann. Wer mit mittelgroßen bis großen Händen spielt oder den Palm Grip bevorzugt, ist mit der Quasar 3 klar besser aufgehoben.
Die Quasar 3S Ultima wirkt im direkten Vergleich deutlich kompakter und erfordert eine leicht angepasste Griffhaltung. Mit meinen (kleinen bis mittelgroßen) Händen empfand ich die 3S Ultimate aber sogar als angenehmer. Gerade bei Fingertip-Griff.
Ich muss ehrlich sein: Ich merke hier qualitativ, was die Bewegungen, den Sensor und das Tracking angeht, keinen Unterschied zu einer Razer Viper V4 Pro oder ASUS ROG Harpe II Ace (Testbericht). Und das ist absolut positiv zu verstehen. Hator legt hier zwei kabellose Nager auf, die qualitativ in der Oberklasse mitspielen können, dafür aber deutlich weniger kosten.
Klar: Besagte Konkurrenten bieten höhere Auflösungen, eine noch bessere Verarbeitung oder ein paar mehr Features. Aber das Preis-Leistungs-Verhältnis der Hator Quasar 3 Ultima 8K und Quasar 3S Ultima 8K ist schlicht exzellent.
Auch akustisch gefallen die Mäuse gut. Die optischen Haupttasten klingen sauber und ohne metallisches Nebengeräusch, das Scrollrad rastet präzise ein, ohne aufdringlich laut zu sein. Das Klickverhalten und das Mausrad fallen sehr positiv auf.
Hator Quasar 3 Ultima 8K und Quasar 3S Ultima 8K Test: Fazit
Die Hator Quasar 3 Ultima 8K und die Quasar 3S Ultima 8K sind technisch stark aufgestellte Gaming-Mäuse, die für knapp 100 Euro ein Paket liefern, das sich deutlich teurer anfühlt. Der PAW3950-Sensor arbeitet präzise und fehlerlos, die optischen Kailh-Switches reagieren direkt und konsistent und die Akkulaufzeit ist so großzügig, dass sie im Alltag praktisch keine Rolle spielt. Dazu kommt ein Zubehörpaket, das bei anderen Herstellern Aufpreis kosten würde.
Die Wahl zwischen den beiden Modellen ist keine Frage der Technik, sondern der Handgröße und des Griffstils. Die Hator Quasar 3 Ultima 8K ist die ausgewogenere Wahl für mittelgroße bis große Hände und bietet mehr Stabilität. Die Quasar 3S ist konsequent auf maximale Kompaktheit getrimmt und spricht gezielt Nutzer mit kleinen Händen oder einem Fingertip-Grip an.
Die fehlende DPI-Taste auf der Oberseite und die Windows-Only-Software sind die einzigen nennenswerten Schwachstellen eines ansonsten runden Pakets. Wer eine leichte, schnelle und technisch zeitgemäße Wireless-Gaming-Maus unter 100 Euro sucht, sollte die Quasar-3-Ultima-Serie definitiv auf dem Radar haben.
The Review
Hator Quasar 3 Ultima 8K und Quasar 3S Ultima 8K
Die Hator Quasar 3 Ultima 8K und Quasar 3S Ultima 8K sind zwei überzeugende Gaming-Mäuse, die eine High-End-Ausstattung mit einem attraktiven Preis kombinieren.
PROS
- Kompakt und leicht
- 8.000 Hz
- Präziser Sensor
- Gute Verarbeitung
- Starke Akkulaufzeit
- Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
- Gigantischer Lieferumfang
CONS
- DPI-Taste an der Unterseite
- Ultima 3S für große Hände zu kompakt
- Hohe Pollingrate reduziert Akkulaufzeit deutlich
- Nur 1 Profil














































