ASUS ROG Harpe II Ace DEALS
48 Gramm. Mehr braucht es eigentlich nicht, um zu verstehen, wo die ASUS ROG Harpe II Ace hingehört. Eine leichte und leistungsstarke Gaming-Maus, die im Esports zu Hause ist. Ich habe den Nager ausführlich getestet und war positiv überrascht, dass sich die Maus keine nennenswerten Patzer leistet. ASUS ROG liefert hier zweifellos eine der besten kabellosen Gaming-Mäuse, die es aktuell zu kaufen gibt.
Inhalt
- 1 Technische Daten der ASUS ROG Harpe II Ace
- 2 Klein, leicht, schlicht: Das Design der ASUS ROG Harpe II Ace
- 3 Ausstattung der ASUS ROG Harpe II Ace: Alles tippi-toppi
- 4 101 Dalma… äh Stunden Akkulaufzeit
- 5 Tschüß Armoury Crate: App-Anbindung per Browser
- 6 Ein Performance-Biest: Harpe II Ace im Praxis- und Gaming-Test
- 7 ASUS ROG Harpe II Ace Test: Fazit
- 8 ASUS ROG Harpe II Ace
Technische Daten der ASUS ROG Harpe II Ace
- Produkt: Harpe II Ace
- Maße: 126,1 mm x 63,9 mm x 39,7 mm
- Gewicht: 48g
- Schalter: ROG 100M Optical Micro Switch
- Sensor: ROG AimPoint Pro
- Auflösung: 42.000 DPI
- Geschwindigkeit: 750 IPS
- Beschleunigung: 50G
- Abtastrate: 8.000 Hz
- Konnektivität: USB 2.0; 2,4-GHz; Bluetooth 5.1
- Akkulaufzeit: Bis zu 101 Std.
- Preis: ab 127,79 Euro
Klein, leicht, schlicht: Das Design der ASUS ROG Harpe II Ace
Wenn man die ASUS ROG Harpe II Ace zum ersten Mal in die Hand nimmt, merkt man sofort, dass hier nicht einfach nur eine neue Farbvariante der Vorgängerin vorliegt. Und das kann ich wahrlich bestätigen, immerhin war die Harpe Ace Aim Lab Edition im vergangenen Jahr der Gaming-Nager meiner Wahl.
Das Gehäuse wurde von Grund auf überarbeitet und besteht nun aus einem sogenannten Bio-Nylon. Einem biobasierten Polyamid, das teilweise aus Rizinusöl statt aus fossilen Rohstoffen gewonnen wird. Das klingt zunächst nach einem Öko-Futzi-Gag, macht in der Praxis aber tatsächlich einen Unterschied: Das Material ist steifer als herkömmliches ABS-Kunststoff, leichter und fühlt sich dabei keineswegs billig oder fragil an.
Mit Maßen von 63,9 × 39,7 × 126,1 mm und einem Gewicht von lediglich 48 Gramm (inklusive Akku, ohne Kabel und Empfänger) gehört die Harpe II Ace zur absoluten Leichtgewichts-Elite unter den Gaming-Mäusen. Natürlich geht es auch leichter, aber ich empfinde das Gewicht als ideal.

Die Form ist symmetrisch und wurde in enger Zusammenarbeit mit Profi-Spielern aus der Esports-Szene entwickelt, darunter VALORANT-Champion Demon1. Das merkt man in der Praxis: Die leicht nach innen gezogenen Seitenflächen, die etwas abgesenkte Rückenpartie und die optimierten Tastenpositionierungen sind exakt auf Claw-Grip und Fingertip-Grip zugeschnitten. Headshot für FPS-Gamer quasi.
Für Linkshänder wie mich ist das sehr gut, wenngleich die Seitentasten natürlich mal wieder fest auf der linken Seite verbaut sind. Aber hey, das sind wir Lefties ja gewohnt, oder?
Optisch bewegt sich die Harpe II Ace in klassischen ROG-Bahnen: Das Testmuster in Schwarz kombiniert die schlichte Oberfläche mit einem weiß-grauen ROG-Logo im Heckbereich. Die matte, leicht aufgeraute PBT-Oberfläche sorgt für einen angenehmen, sicheren Grip und wer noch mehr Halt möchte, dem legt ASUS ein Grip-Tape-Set direkt bei.
Ausstattung der ASUS ROG Harpe II Ace: Alles tippi-toppi
Auf dem Papier ist die ASUS ROG Harpe II Ace technisch kompromisslos ausgestattet. Das Herzstück bildet der neue ROG AimPoint Pro. Ein hauseigener Sensor (kein PixArt-Modell), der bis zu 42.000 DPI bietet, in 100-DPI-Schritten über die Software einstellbar. Die maximale Trackinggeschwindigkeit liegt bei 750 IPS, die Beschleunigung bei 50 g und ASUS gibt eine Abtastabweichung von unter einem Prozent an. Dazu kommt eine Track-on-Glass-Funktion, die auch den immer beliebter werdenden Glas-Mousepads perfektes Tracking erlaubt.

Die Harpe II Ace bietet fünf programmierbare Tasten (zwei Haupttasten, zwei Seitentasten links, ein Scrollradklick), dazu DPI- und Pairing-Taste an der Unterseite. Das gummierte Scrollrad mit mittlerer Rasterung gefällt. Es läuft präzise und mit gutem taktilen Feedback. Drei PTFE-Gleitfüße (zwei halbkreisförmige vorne und hinten, einer am Sensor) mit abgerundeten Kanten sorgen für minimale Reibung auf nahezu allen Mousepad-Oberflächen. Löblich: ASUS legt sogar ein zusätzliches Ersatz-PTFE-Set bei.

Das absolute Highlight im Ausstattungspaket ist aber die neue ROG SpeedNova 8K Wireless-Technologie. Sie ermöglicht im 2,4-GHz-Funk eine Polling-Rate von bis zu 8.000 Hz – ohne externen Adapter oder Dongle-Booster wie noch beim Vorgänger Harpe Ace Extreme. Zur Verbindung stehen drei Modi bereit: 2,4-GHz-Funk, Bluetooth 5.1 und Kabel via USB-C (mit dem beiliegenden 2-Meter-Paracord-Kabel). Eine anpassbare RGB-Beleuchtung am Scrollrad rundet die Ausstattung ab. Wer sie nicht braucht, schaltet sie einfach ab und spart dabei Akku.
Kleines Manko: Wer keinen USB-A-Port mehr frei hat, braucht einen Adapter. Ein USB-C-Empfänger wäre zeitgemäßer gewesen. Aber nun gut.
101 Dalma… äh Stunden Akkulaufzeit
Die ASUS ROG Harpe II Ace kommt auf eine Akkulaufzeit von bis zu 101 Stunden bei 1.000 Hz Polling-Rate und deaktivierter RGB-Beleuchtung an. Mit RGB sinkt der Wert auf 84 Stunden. Über Bluetooth hält der fest verbaute Lithium-Ionen-Akku sogar noch deutlich länger durch. Das klingt beeindruckend und in meinem Alltag kann ich diese Angaben im Großen und Ganzen bestätigen: Ich habe die Maus in den ersten Wochen kaum geladen, weil die Kapazität einfach mitgehalten hat.


Tschüß Armoury Crate: App-Anbindung per Browser
Bei der (exzellenten) Hall-Effect-Tastatur ASUS ROG Falchion Ace HFX (Test) musst ich die App-Anbindung noch kritisieren, denn – machen wir uns nichts vor – ASUS‘ eigene Armoury Crate-Lösung ist… grenzwertig, um es mal diplomatisch zu formulieren.

Wer die volle ASUS-Ecosystem-Integration möchte, kann natürlich auch auf Armoury Crate zurückgreifen. Ich wollte es nur erwähnt haben. Die bekannte ROG-Software bietet erweiterte Synchronisationsmöglichkeiten mit anderer ROG-Hardware und zusätzliche Feineinstellungen.

Ein Performance-Biest: Harpe II Ace im Praxis- und Gaming-Test
Im praktischen Einsatz zeigt die ASUS ROG Harpe II Ace, warum sie in der Spitzenklasse mitspielen darf. Der ROG AimPoint Pro Sensor arbeitet schlicht makellos: Er übersetzt jede Bewegung präzise und ohne spürbare Verzögerung. In schnellen FPS-Titeln wie Valorant, Counter-Strike 2 und Overwatch 2 ist das Tracking butterweich. Die Flick Shots sitzen, Mikro-Korrekturen lassen sich exakt ausführen. Zu keinem Zeitpunkt konnte ich Sensor-Ausreißer, ungewollten Drift oder Probleme feststellen.

Bluetooth arbeitet natürlich deutlich gemächlicher und bleibt zum Zocken weiterhin keine echte Option. Im alltäglichen Einsatz und für Office-Zwecke reichts aber allemal.
Die optischen ROG Micro Switches II der ASUS ROG Harpe II Ace überzeugen mit einem direkten, leichtgängigen Druckpunkt und einem klar definierten, angenehm klingenden Klick. In intensiven Gunfights reagieren sie gleichmäßig und konsistent. Genau das, was man sich in entscheidenden Momenten wünscht.
Das geringe Gewicht von 48 Gramm macht sich besonders bei ausladenden Schwungbewegungen und schnellen Repositionierungen bemerkbar. Wer größere Mousepads mit viel Bewegungsfreiheit nutzt, wird die Leichtigkeit zu schätzen wissen. Gleichzeitig ist die Maus nicht so leicht, dass sie sich billig oder unkontrolliert anfühlt – die Balance stimmt einfach. Großes Lob verdienen zudem die PTFE-Gleiter, die schlicht erstklassig sind und nur minimalen Widerstand bieten.

ASUS ROG Harpe II Ace Test: Fazit
Die ASUS ROG Harpe II Ace ist ohne Übertreibung eine der besten kabellosen Esports-Mäuse, die ich bisher in den Händen hatte. ASUS hat hier konsequent auf die Bedürfnisse kompetitiver Spieler hingearbeitet: Das Gewicht ist mit 48 Gramm auf Ultraleicht-Niveau, ohne dass die Verarbeitung darunter leidet. Das geschlossene Gehäuse aus Bio-Nylon ist stabil, hochwertig und angenehm griffig. Der AimPoint Pro Sensor ist schlicht makellos und die SpeedNova 8K Wireless-Technologie dürfte selbst anspruchsvolle Pros befriedigen. Was sie offenbar auch tut, wenn man sich die Namen der Profis auf ProSettings so anschaut.
Das Web-Interface Gear Link ist ein echter Schritt in die richtige Richtung: keine Pflicht-Software, kein Bloatware-Zwang, trotzdem volle Funktionalität. Der Zone-Modus ist eine der cleveren Ideen, die man sofort vermissen würde, wenn man wieder zu einer anderen Maus wechselt.
Kritikpunkte muss man schon suchen. Der Preis, obgleich mittlerweile deutlich gesunken, ist immer noch sportlich (wenngleich die vergleichbare Konkurrenz hier ähnlich tiefe Löcher ins Portemonnaie reißt). Wer keine professionellen Ambitionen hat und nicht wöchentlich in Rankings kämpft, muss sich fragen, ob er diesen Aufpreis gegenüber günstigeren Alternativen braucht. Außerdem ist die Form explizit für Claw- und Fingertip-Grip ausgelegt. Die Anfälligkeit der Oberfläche für Fingerabdrücke ist zudem nicht von der Hand zu weisen.
Wer aber im richtigen Grip-Segment spielt, auf Wireless setzt und das Budget mitbringt: Die ASUS ROG Harpe II Ace ist aktuell eine der Top-Empfehlungen am Markt. Vollständig und uneingeschränkt.
The Review
ASUS ROG Harpe II Ace
Herausragender Sensor, 8.000 Hz kabellos, innovative Features wie der Zone-Modus: Die ASUS ROG Harpe II Ace ist eine der besten Gaming-Mäuse, die es derzeit zu kaufen gibt.
PROS
- 48 Gramm
- Grandioser 42.000 DPI-Sensor
- 8.000 Hz kabellos
- Erstklassige optische ROG Micro Switches
- Browser-Interface Gear Link
- Tadellose Verarbeitung
- Tri-Mode-Konnektivität
CONS
- Teuer
- Nix für Palm-Grip
- Anfällig für Fingerabdrücke
- DPI-Taste an der Unterseite
ASUS ROG Harpe II Ace DEALS
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