OBSBOT Meet Flip DEALS
Mit der OBSBOT Meet Flip bringt der Hersteller seine bislang kompakteste Webcam an den Start und geht dabei einen völlig neuen Weg beim Design. Statt auf ein Gimbal oder eine abnehmbare Linsenabdeckung zu setzen, klappt sich die Kamera einfach in ihre eigene Halterung. Dazu gibt es einen waschechten KI-Meeting-Assistenten samt Live-Transkription, vier Audio-Modi und eine 4K-Auflösung für gerade einmal 130 Euro. Im OBSBOT Meet Flip Test schaue ich mir an, ob die faltbare Webcam trotz Kompaktmaßen und kleinem Preis mit Bild- und Tonqualität überzeugen kann und für wen sich der Kauf lohnt.
OBSBOT Meet Flip: Technische Daten
| Maße | 41,7 x 36,8 x 32 mm (zusammengeklappt) |
| Gewicht | 37,7 Gramm |
| Anschluss | USB Type C |
| Maximale Auflösung | 4K / 30 Bilder pro Sekunde, 1080p / 60 Bilder pro Sekunde |
| Objektiv | 1/2 Zoll CMOS mit Exmor-RS-Architektur (48 Megapixel), Blende f/1.8, Sichtfeld 72 Grad |
| ISO-Bereich | ISO 100 bis 6.400 |
| Autofokus | Phasen-Autofokus (PDAF) sowie manueller Fokus |
| Software | OBSBOT Center, OBSBOT Live |
| HDR | Ja |
| Mikrofone | 2 Mikrofone (omnidirektional und direktional), 4 Audio-Modi |
| Befestigung | integrierte Klapphalterung; 1/4-Zoll-Gewinde |
| Besonderheiten | Fold-to-Protect-Privacy, AI Magic Notes, AI Auto Framing, Gestensteuerung, Stream-Deck-Support |
| Preis | 129,00 Euro |
OBSBOT Meet Flip Test: Design und Verarbeitung
- ultrakompaktes Klapp-Design
- nur 37,7 Gramm leicht
- Objektivschutz direkt in der Hardware
Schon beim Auspacken merkst du, dass OBSBOT bei der Meet Flip komplett neu gedacht hat. Statt eines Gimbals oder einer separaten Linsenabdeckung wie bei der Tiny 3 setzt der Hersteller hier auf ein cleveres Klapp-Scharnier. Die Kamera sitzt fest in ihrer Halterung, das USB-Kabel wird direkt am Fuß der Halterung angeschlossen und mit einem Fingerdruck klappst du das Objektiv nach oben, um loszulegen.
Mit nur 37,7 Gramm ist die Meet Flip damit sogar leichter als die ohnehin schon winzige Tiny 3 und dürfte aktuell zu den leichtesten 4K-Webcams überhaupt zählen. Der Clou dabei: Klappst du die Kamera wieder zu, blockiert das Gehäuse mechanisch das Objektiv und die Kamera wechselt gleichzeitig in einen Standby-Modus. Eine softwareseitige Privatsphäre-Einstellung, wie du sie von anderen Webcams kennst, brauchst du hier also gar nicht.
Im Lieferumfang findest du neben der Kamera ein USB-C-auf-USB-C-Kabel, einen USB-A-Adapter sowie die Dokumentation. Die integrierte Halterung klemmt sich zuverlässig an Monitor oder Notebook-Deckel und lässt sich für Hochkant-, Querformat- sowie sogar für über Kopf montierte Aufnahmen drehen. Wer lieber ein Stativ nutzt, findet an der Unterseite ein 1/4-Zoll-Gewinde.
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Die Verarbeitung wirkt trotz des Sparpreises überraschend hochwertig. Nichts wackelt, das Scharnier fühlt sich stabil an und auch nach etlichen Klapp-Zyklen im Test gab es keine Anzeichen von Verschleiß.
Fold-to-Protect: Privatsphäre neu gedacht
- Objektiv wird mechanisch verschlossen
- gleichzeitige Aktivierung des Standby-Modus
- kein zusätzliches Zubehör nötig
Die auffälligste Neuerung der Meet Flip ist gleichzeitig ihr cleverstes Feature. Statt auf abnehmbare Abdeckungen oder rein softwarebasierte Lösungen zu setzen, verbaut OBSBOT hier einen echten mechanischen Schutz. Klappst du das Objektiv zu, wird die Linse physisch blockiert und die Kamera legt sich gleichzeitig schlafen. Öffnest du sie wieder, ist sie sofort einsatzbereit.
Das mag auf den ersten Blick nach einer Kleinigkeit klingen, macht in der Praxis aber einen echten Unterschied. Du siehst auf einen Blick, ob die Kamera aktiv ist oder nicht, ganz ohne LED-Anzeige oder Blick in die Software. Gerade für Homeoffice und geteilte Räume ist das ein spürbarer Vorteil gegenüber klassischen Webcams.
OBSBOT Center: Software mit KI-Meeting-Assistent
- KI-Transkription und automatische Zusammenfassungen
- übersichtliches Interface
- viele Zusatzfunktionen für Meetings
Auch bei der Meet Flip läuft die volle Funktionsvielfalt über die Begleit-Software OBSBOT Center. Wer die Kamera nur per Plug-and-Play anschließt, bekommt zwar sofort ein solides Bild, verschenkt aber einen großen Teil des Potenzials.
Das mit Abstand spannendste neue Feature nennt sich AI Magic Notes. Die Funktion liefert dir in Echtzeit Transkripte deiner Meetings und fasst automatisch die wichtigsten Punkte, Entscheidungen und Aufgaben zusammen, und zwar plattformübergreifend in Google Meet, Zoom und Microsoft Teams. Jede Meet Flip bringt dafür 120 Freiminuten mit, danach läuft die Funktion über ein Abo weiter.
AI Auto Framing: Die Meet Flip erkennt automatisch, ob du allein oder in der Gruppe vor der Kamera sitzt, und wählt selbstständig zwischen Gruppen-, Nahaufnahme-, Oberkörper- oder Ganzkörper-Ansicht. Das funktioniert sowohl im Quer- als auch im Hochformat.
Über eine simple Gestensteuerung schaltest du das Auto Framing ein und aus oder passt den Zoom an, ganz ohne Maus oder Tastatur. Ergänzt wird das Ganze durch die üblichen OBSBOT-Center-Werkzeuge wie Hintergrundunschärfe, Hintergrundaustausch, Beauty-Modus sowie Bild-in-Bild-Funktion für Präsentationen. Wer noch tiefer einsteigen will, findet zusätzlich Eye Tracking und einen Teleprompter in den Einstellungen.
Praktisch für alle, die die Kamera in ein größeres Setup einbinden wollen: Die Meet Flip unterstützt Elgato Stream Deck, lässt sich per OSC und API fernsteuern und funktioniert sogar an der Nintendo Switch 2 für Gameplay-Aufnahmen.
Bildqualität der OBSBOT Meet Flip im Test
- 1/2-Zoll-Sensor mit Exmor-RS-Technologie
- gute Schärfe und solide HDR-Darstellung
- kleinere Abstriche gegenüber der Tiny 3
Herzstück der Meet Flip ist ein 1/2-Zoll-CMOS-Sensor mit Exmor-RS-Architektur und Quad-Bayer-Technologie sowie einer Blendenöffnung von f/1.8. Damit fällt der Sensor zwar deutlich kleiner aus als bei der großen Schwester Tiny 3 (Testbericht), für eine Webcam dieser Preisklasse ist das aber trotzdem ordentlich dimensioniert. Und ich muss sagen: Der Bildunterschied im Vergleich zur Tiny 3 fällt nahezu nicht auf.
Aufgelöst wird maximal in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde, alternativ stehen dir in 1080p bis zu 60 Bilder pro Sekunde für flüssigere Aufnahmen zur Verfügung. Der ISO-Bereich reicht von 100 bis 6.400, was für den typischen Homeoffice- oder Meeting-Einsatz völlig ausreicht.
Im Test überzeugt die Meet Flip mit einem scharfen, angenehm natürlichen Bild und einer guten HDR-Darstellung, die auch bei Gegenlicht am Fenster noch Details in Schatten und Lichtern zeigt. Der Phasen-Autofokus arbeitet zuverlässig und fokussiert Gesichter auch bei Bewegung schnell nach. Klar ist aber auch: Gegenüber der deutlich teureren Tiny 3 mit ihrem größeren Sensor gibt es spürbare Unterschiede in Detailschärfe und Low-Light-Verhalten.

Für eine Kamera in dieser Preisklasse würde ich das aber niemandem negativ anrechnen. Für Video-Calls, Präsentationen oder auch als Zweitkamera beim Streaming liefert die Meet Flip ein absolut überzeugendes Bild.
Audioqualität der OBSBOT Meet Flip
- zwei Mikrofone mit vier Audio-Modi
- klarer Klang für Meetings
- kein Ersatz für dediziertes Streaming-Mikro
Für den Ton verbaut OBSBOT ein Mikrofon-Duo aus einem omnidirektionalen und einem direktionalen Mikrofon. Über die Software wählst du zwischen vier Modi, die sich klar an unterschiedlichen Meeting-Situationen orientieren:
- Directional: für Solo-Calls und Präsentationen; blendet Hintergrundgeräusche aus
- Dual-Directional: für Interviews von Angesicht zu Angesicht; erfasst Ton von vorne und hinten
- Smart Omni: für Gruppen-Meetings; nimmt Stimmen aus allen Richtungen gleichmäßig auf
- Pure Audio: unbearbeiteter Stereo-Ton in getrennten Kanälen für die eigene Nachbearbeitung

Automatische Verstärkung sowie eine KI-Rauschunterdrückung laufen in allen Modi außer Pure Audio automatisch im Hintergrund mit. Im Test klingt die Meet Flip klar und angenehm natürlich, gerade im Smart-Omni-Modus für Gruppen-Calls macht die Kamera einen richtig guten Job. An ein dediziertes Streaming-Mikrofon kommt sie erwartungsgemäß nicht heran, für Video-Konferenzen und Meetings reicht die Qualität aber locker aus.
OBSBOT Meet Flip Test: Fazit
Die OBSBOT Meet Flip hat mich im Test positiv überrascht. Das faltbare Design ist nicht nur ein netter Design-Kniff, sondern löst das Thema Privatsphäre tatsächlich eleganter als jede Software-Lösung, die ich bislang gesehen habe. Trotz des kleinen Sensors liefert die Kamera eine erstaunlich gute Bildqualität mit sauberem HDR und zuverlässigem Autofokus. Besonders AI Magic Notes hat mich überzeugt: Automatische Meeting-Zusammenfassungen direkt aus der Webcam-Software sind ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das ich bei der Konkurrenz so noch nicht gesehen habe.
Klar, an die Bildqualität und die Ausstattung der Tiny 3 kommt die Meet Flip nicht ganz heran, das war angesichts des Formats und Preises aber auch nicht zu erwarten. Für alle, die eine unkomplizierte, günstige und clevere Webcam fürs Homeoffice suchen, ist die Meet Flip aktuell eine der besten Optionen auf dem Markt.
The Review
OBSBOT Meet Flip
Die OBSBOT Meet Flip hat mich im Test positiv überrascht. Das faltbare Design ist nicht nur ein netter Design-Kniff, sondern löst das Thema Privatsphäre tatsächlich eleganter als jede Software-Lösung, die ich bislang gesehen habe.
PROS
- Cleveres Fold-to-Protect-Design
- Extrem leicht und kompakt
- Sehr gute Bildqualität für die Preisklasse
- KI-Meeting-Assistent
- Gelungene Software
- Attraktiver Preis
CONS
- Kleinerer Sensor als bei der Tiny 3
- Kein Zoom-Gimbal, kein Objekt-Tracking
- AI Magic Notes nach Freiminuten kostenpflichtig
OBSBOT Meet Flip DEALS
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