Duskfade im Test: Dieser 3D-Plattformer hat harte Kingdom Hearts Vibes und weißt du was? Er ist richtig gut. Duskfade ist das neue Spiel von Weird Beluga, das seit dem 13. August 2026 für PC, PS5, Xbox Series S/X und Nintendo Switch 2 erhältlich ist. Ich hab die PC-Version durchgespielt und zeige dir in diesem Test, was Duskfade richtig macht und wo es hakt.
| Titel | Duskfade (offizielle Website) |
| Release | 13. August 2026 |
| Entwickler | Weird Beluga |
| Publisher | Fireshine Games |
| Genre | 3D Plattformer |
| Plattformen | PC; PlayStation 5; Xbox Series X/S; Nintendo Switch 2 |
| Anzahl Spieler | 1 |
| Preis | 23,99 Euro |
Worum geht’s in Duskfade?
Du schlüpfst in die Rolle von Zirian. Nach einer Katastrophe lebt er zusammen mit seiner Schwester in einer Welt voller niedlicher Wesen. Dann passiert ein Unfall im Uhrenturm, goldene Ketten legen sich über Teile der Welt und riegeln sie ab. Deine Schwester landet dabei im Turm gefangen.

Bewaffnet mit einem übergroßen Zeigerschwert namens Minutero ziehst du los, durchtrennst die Ketten und findest nach und nach heraus, was wirklich passiert ist. Die Geschichte ist nicht kompliziert, hat aber Herz. Zwischendurch gibt’s ein paar Lore-Häppchen zur Vorgeschichte der Welt, die für mich eher Beiwerk waren als echter Mehrwert. Kannst du getrost ignorieren, wenn dich das nicht interessiert.
Für die Story brauchst du zwischen 10 und 12 Stunden Spielzeit, je nachdem wie viel du nebenbei erkundest. Das finde ich, gemessen am Preis, absolut fair. Zumal das Jump and Run dabei ganz ohne unnötige Längen auskommt.
Gameplay: Das Plattforming ist der Star
Duskfade ist in erster Linie ein 3D-Plattformer und genau da spielt es seine Stärken aus. Du springst, dashst dich durch die Luft und sammelst nach und nach neue Fähigkeiten wie einen Greifhaken. Leichte Metroidvania-Elemente gibt’s ebenfalls: Wenn du neue Fähigkeiten freigeschaltet hast, lohnt es sich oft, die bisherigen Abschnitte noch einmal zu besuchen. Denn plötzlich erreichst du Stellen und öffnest Wege, die vorher noch unzugänglich waren.
Die Level sind recht linear aufgebaut, fühlen sich beim Spielen aber überraschend offen an. Keine Open World, aber dennoch genug Verstecke und Geheimnisse, dank denen sich die Erkundung lohnt. Was mir besonders gefallen hat: Du hast nie das Gefühl, dich verlaufen zu können, obwohl es keine Karte gibt. Das Leveldesign lenkt dich fast unbemerkt in die richtige Richtung. Eine Mini-Map wäre trotzdem schön gewesen, gerade beim Backtracking zu älteren Bereichen wird’s ohne Referenzpunkt schnell unübersichtlich.
Kampf: Die schwächste Stelle im Spiel
Beim Kampfsystem von Duskafade merkst du am deutlichsten, wo die Kingdom-Hearts-Inspiration herkommt. Du visierst du Gegner an und haust ihnen mit simplen Combos eine rein. Später kommen Fernangriffe und stärkere Attacken dazu.
Grundsätzlich funktioniert das, reißt mich aber nicht vom Hocker. Das Lock-on-System fühlt sich stellenweise ein wenig hakelig an und die Ausweichrolle reagiert etwas träge. Aber immerhin gehen die Kämpfe gut von der Hand, wenngleich sie sich oft eher simpel spielen.

Bosskämpfe machen davon eine Ausnahme, die haben mehrere Phasen und hier zieht der Schwierigkeitsgrad merklich an. Zumal du erst einmal herausfinden musst, wie du den Obermotzen letztlich zusetzen kannst. Unfair wird Duskfade dabei zwar nie, ich empfand allerdings bereits den ersten Bossfight als herausfordernd.
Technik und Performance von Duskfade
Ich hab Duskfade auf dem PC gespielt und in meinem kompletten Run keine einzige Bugs oder Abstürze erlebt. Das Spiel läuft technisch rund und macht auch auf schwächerer Hardware wie dem Steam Deck eine gute Figur, dort gibt’s zudem ein eigenes Grafik-Preset für stabile Frameraten.
Optisch ist Duskfade ein echter Hingucker. Die Level sind knallbunt und grell. Das passt perfekt zum Retrocharme, den das Spiel bewusst anvisiert. Dazu kommt ein richtig starker Soundtrack, der die Stimmung der einzelnen Welten perfekt einfängt.
Für wen lohnt sich Duskfade?
Wenn du auf 3D-Plattformer aus der PS2-Ära stehst und mit einem simpleren Kampfsystem leben kannst, macht Duskfade richtig Spaß. Wer sich vor allem knackige Bosskämpfe und tiefgängige Combat-Mechaniken wünscht, wird dagegen eher enttäuscht.
Duskfade Test: Fazit
Duskfade ist kein perfektes Spiel, aber genau das macht einen Teil seines Charmes aus. Es erinnert dich an eine Zeit, in der AA-Spiele mit Herz statt Mega-Budget überzeugt haben. Wenn du Kingdom Hearts und Jak & Daxter vermisst, solltest du Duskfade eine Chance geben.
Dieser 3D-Plattformer fühlt sich an als wäre er aus der Zeit gefallen. Und liefert dabei so viel Charme, wie es kaum ein modernes Tripple-A-Jump-and-Run mehr hinbekommt. Duskfade zeigt einmal mehr, warum ich Indie-Games so liebe, denn die Liebe zum Detail der Entwicklerinnen und Entwickler spürt man hier in jedem Pixel. Klare Kaufempfehlung, nicht nur für Genrefans.
The Review
Duskfade
Charmanter 3D-Plattformer mit Retrofeeling, malerischer Grafik und gelungenem Gameplay. Lediglich die Kämpfe sind etwas mager und die Steuerung dürfte etwas präziser agieren.
PROS
- Starkes Plattforming
- Toller Retrocharme
- Herzliche Story
- Stimmige Technik
- Vier Schwierigkeitsgrade
- Überzeugender Umfang
CONS
- Kampfsystem eher simpel
- Bosskämpfe im Vergleich knackig
- Keine Karte
- Einige Fähigkeiten nur für Kampf oder Bewegung




























