Epomaker CarbonX im Test: Kabellose Gaming-Maus mit 30.000 CPI, 8.000 Hz Abtastrate, Tri-Mode-Konnektivität und Gehäuse aus Kohlefaser zum unschlagbaren Preis? Gaming-Mäuse aus Carbon beziehungsweise Kohlefaser, so der deutsche Name, sind so etwas wie der neueste Schrei. Klar: Das Material ist nicht nur unglaublich robust und langlebig, sondern auch besonders leicht. Mit der Epomaker CarbonX bietet der Hersteller nun eine Wireless-Maus an, die vor allem für kompetitive Gamer interessant sein soll. Und verspricht eine besonders leichte Bauweise, einen präzisen Sensor und eine Polling-Rate von 8.000 Hz zu einem vergleichsweise niedrigen Preis. Ob sich der Kauf lohnt, verrate ich dir im Epomaker CarbonX Test.
Inhalt
Technische Daten der Epomaker CarbonX
| Produkt | Carbon X |
| Ergonomie | Ergonomisch (für Rechtshänder) |
| Sensor | PAW3950 |
| Sensortyp | Optisch |
| DPI | 100 – 30.000 |
| IPS | 750 |
| Beschleunigung | 50G |
| Abfragerate | 8.000 Hz |
| Tastenzahl | 6 (5 programmierbar) |
| Material | Carbon |
| Gewicht | 50 Gramm |
| Abmessung | 118 mm x 62,2 mm x 39,6 mm |
| Konnektivität | Kabellos (2,4-GHz-Empfänger); Bluetooth; kabelgebunden |
| Preis | 70,95 Euro |
Epomaker CarbonX Test: Luftig, leicht und enorm robust
Die Epomaker CarbonX fällt sofort durch ihr außergewöhnliches Design ins Auge: Ein symmetrisch geformter, ultraleichter Gaming‑Körper mit einer perforierten Karbonfaserhülle, die für ein Gewicht von rund 50 g sorgt. Ein deutlicher Pluspunkt für alle, die Wert auf schnelle, agile Bewegungen legen. Mit einer Größe von rund 118 mm x 62 mm x 39 mm fällt sie mittelgroß aus und eignet sich perfekt für Spieler mit kleinen und mittelgroßen Händen.
Beim ersten Anfassen fühlt sich die Maus überraschend hochwertig an: Die Karbonstruktur vermittelt ein robustes Gefühl, ohne dabei billig zu wirken. Das Finish ist angenehm griffig, leicht texturiert, was den Eindruck eines Premium‑Produkts verstärkt. Besonders die Oberflächenbeschichtung empfinde ich als sehr angenehm, da sie ein sehr natürliches Griffgefühl erzeugt und auch nach längerer Nutzung nicht unangenehm wird.
Auch wenn das perforierte Gehäuse grundsätzlich gut verarbeitet ist, ist der Einsatz von Carbonfaser keine reine optische Spielerei: Er reduziert das Gewicht deutlich, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen. Selbst unter Druck oder bei intensiver Nutzung konnte ich keine nennenswerten Verwindungen feststellen.

Ein kleines Manko ist die leicht frontlastige Gewichtsverteilung: Durch die starke Ausfräsung im Heck und die Position des Akkus fühlt sich die Nase beim Anheben etwas schwerer an, was man vor allem dann bemerkt, wenn man bereits perfekt ausbalancierte Ultralight-Mäuse gewohnt ist. Insgesamt hatte ich aber nie den Eindruck, dass die Stabilität unter der konsequenten Gewichtskur leidet.
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Top-Ausstattung in der Epomaker CarbonX
Hinsichtlich der Ausstattung lässt die Epomaker CarbonX im Test keine Wünsche offen und dürfte selbst anspruchsvollste Competitive-Gamer abholen. Herzstück ist der PixArt PAW3950-Sensor mit bis zu 30.000 DPI, 750 IPS Tracking Speed und 50 g Beschleunigung. Dazu kommt eine Tri-Mode-Konnektivität (USB‑C Kabel, 2,4‑GHz‑Funk und Bluetooth), was die Maus sowohl am Desktop als auch am Laptop oder Mac sehr flexibel macht.
Im Kabel- und 2,4‑GHz‑Betrieb lässt sich die Abtastrate stufenweise von 125 Hz bis hoch zu 8.000 Hz konfigurieren, standardmäßig sind 1.000 Hz aktiv. Über Bluetooth ist die Polling-Rate jedoch auf 125 Hz beschränkt. Nicht weiter tragisch, eignet sich dieser Modus aufgrund der Latenz ohnehin eher für Office-Aufgaben und Casual Gaming.
Bei den Tasten (insgesamt sieben an der Zahl, von denen vier frei konfigurierbar sind) setzt Epomaker auf Omron‑Opticals für beide Primärtasten mit sehr kurzem Pre‑Travel und knackigem, eher tiefer klingendem Klickgeräusch. Klingt wirklich wertig, dürfte aber gerne etwas leiser auslösen. Dazu kommen zwei gut erreichbare Seitentasten und ein sauber gerastertes Scrollrad mit gummierter Lauffläche. Die Seitentasten lassen sich in den meisten Setups angenehm nutzen, ohne versehentliche Auslösungen zu provozieren und das Mausrad meistert den Spagat aus klar fühlbaren Steps ohne übertriebene Schwergängigkeit.
Sehr angenehm empfinde ich den gediegenen Look, denn die CarbonX bleibt bei einer einzigen, schlichten Farbvariante, verzichtet vollständig auf RGB und konzentriert sich stattdessen auf die Performance. Kein RGB-Bling-Bling also. Erfrischend anders, wie ich finde. Im Lieferumfang finden sich neben Maus und 2,4‑GHz‑Dongle ein USB‑A‑auf‑USB‑C‑Kabel (das gleichzeitig als Dongle-Extender dient), Ersatz-Skates und ein kurzes Handbuch.
Wie hoch ist die Akkulaufzeit der CarbonX?
Die Akkulaufzeit ist bei leichten und kleinen Gaming‑Mäusen oft ein kritischer Faktor, denn im Gehäuse findet sich eben nicht so viel Platz wie bei größeren Nagern. Kleinere Akkus bedeuten entsprechend meistens kürzere Laufzeiten. Die CarbonX setzt auf einen 300 mAh‑Akku, der in Kombination mit dem leichten Design dennoch für mehrere Tage intensiver Nutzung ausreicht.
Sobald man jedoch auf hohe Polling-Rates von 4.000 oder gar 8.000 Hz geht, sinkt die Ausdauer deutlich. Bei intensiver Nutzung überfordert man den kleinen Akku dann eher innerhalb von etwa zwei Tagen. Interessanterweise hat es aber kaum spürbare Auswirkungen auf die Laufzeit, ob du nun mit 4.000 Hz oder 8.000 Hertz zockst. Für mich persönlich hat sich die Einstellung von 2.000 Hz als sinnvoller Kompromiss etabliert: Input-technisch absolut sauber, aber merklich weniger Akku-Stress als bei 8.000 Hz. Geladen wird per USB‑C, wobei sich die Maus problemlos während des Ladens kabelgebunden weiterspielen lässt.
Im Bluetooth‑Modus verlängert sich die Laufzeit spürbar, da weniger Energie benötigt wird. Allerdings sollte man hier Abstriche bei Reaktionszeit und Polling‑Rate in Kauf nehmen. Ein integrierter DPI/Batterie‑Indikator hilft, den Akkustand im Blick zu behalten: Er blinkt bei niedrigem Ladezustand und zeigt während des Ladevorgangs einen festen Zustand an.
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Konfiguration und App
Die Epomaker CarbonX verzichtet bewusst auf eine klassische Desktop‑App und setzt stattdessen auf eine webbasierte Konfigurationssoftware, die direkt im Browser läuft. Dieser Ansatz hat zwei Seiten:
Einerseits entfällt eine Installation einer Software. Du kannst Einstellungen, Makros oder Abtastraten direkt im Browser anpassen, was unter modernen Betriebssystemen sehr komfortabel ist. Andererseits ist die webbasierte Lösung nicht so abwechslungsreich wie native Apps mit umfangreichen Profil‑ und RGB‑Optionen. Möglicherweise ein Manko, wenn du tiefere Personalisierung gewohnt bist. Mich stört das hingegen eher weniger. Alles, was ich einstellen möchte, finde ich auch in der Web-App.
Über die Web-Oberfläche lassen sich alle relevanten Parameter justieren: DPI‑Stufen (bis zu sieben Profile mit frei wählbaren Werten), Polling-Rate, Lift‑off‑Distance, Debounce‑Time, Motion Sync, Angle Snapping, Ripple Control, Performance-Modi sowie Makros und Profile. Die meisten Tasten inklusive Mausrad und Seitentasten können neu belegt werden, lediglich die linke Primärtaste bleibt fest reserviert. Profile speichert die Maus intern, sodass einmal gesetzte Konfigurationen auch ohne erneuten Zugriff auf das Tool erhalten bleiben.
Die Oberfläche selbst ist angenehm aufgeräumt, reagiert flott und verzichtet auf optischen Schnickschnack. Aus meiner Sicht überwiegen die Vorteile des „Treiberlosen Setups“ aber klar: Einmal im Browser einrichten und danach einfach spielen.
Die Epomaker CarbonX im Gaming- und Praxistest
Im praktischen Einsatz spielt die Epomaker CarbonX ihre Stärken unmittelbar aus: Das extrem niedrige Gewicht in Kombination mit der kompakten, leicht frontorientierten Form erlaubt schnelle Flicks und Micro-Adjustments, gerade in Arena-Shootern und schnellen FPS. Mit meiner, zugegebenermaßen etwas kleinen, Handgröße lag die CarbonX sehr ergonomisch und angenehm in meiner Hand. Wer jedoch größere Pranken hat, für den dürfte der Nager aber etwas zu kurz und niedrig gebaut sein.
Meiner Meinung nach eignet sie sich vor allem für den Claw- oder Fingertip-Griff. Im Palm-Grip ist der Körper der Gaming-Maus dann vermutlich etwas zu kurz.
Sensorseitig leistet sich die CarbonX keinen Ausrutscher: Das Tracking bleibt auch bei hohen DPI absolut stabil, ohne Spinouts, Jitter oder auffällige Korrekturen und die Latenz liegt im 2,4‑GHz‑ und Kabelbetrieb im quasi nicht mehr wahrnehmbaren Bereich. Die Omron Optical-Switches liefern einen klar definierten, sehr reproduzierbaren Klickpunkt, was sich in hektischen Duellen bezahlt macht, während die Seitentasten genügend Widerstand bieten, um Fehleingaben zu vermeiden. Das Scrollrad ist präzise genug für Waffenwechsel und gleichzeitig angenehm im Alltag, auch wenn ein leichtes Quietschen beim Hochscrollen in stiller Umgebung auffallen kann.
Im Office- und Content-Creation-Alltag profitiert man vor allem von der Leichtigkeit und der angenehmen Ergonomie. Längere Sessions verursachen selbst bei mir als Nicht-Ultralight-Fan deutlich weniger Ermüdung im Handgelenk.
Kritik gibt es in meinen Augen jedoch für die Maus-Skates, die gerne etwas größer hätten ausfallen dürfen. Die kleinen Standard-Skates sind für schnelle, kontrollierte Pads okay, aber ich habe relativ schnell auf andere Füße gewechselt, um die Gleiteigenschaften noch etwas konstanter zu bekommen.
Unterm Strich positioniert sich die Epomaker CarbonX sehr klar: Sie ist ein kompromissarm auf Performance getrimmtes Werkzeug für kleine bis mittelgroße Hände, das mit Carbon-Chassis, niedrigem Gewicht, genauem PAW3950-Sensor und 8‑kHz‑Option ein sehr attraktives Gesamtpaket liefert. Zumindest, sofern man mit der frontlastigen Balance, den eher durchschnittlichen Skates und der bei hohen Polling-Raten spürbar schrumpfenden Akkulaufzeit leben kann.
Epomaker CarbonX Test: Fazit
Unterm Strich hat mir die CarbonX Esports-Maus im Test ziemlich gut gefallen. Die Epomaker CarbonX begeistert vor allem durch ihr niedriges Gewicht von rund 50 Gramm, das in Kombination mit dem robusten Carbonfaser-Chassis und dem hochpräzisen PixArt PAW3950-Sensor zu unglaublich schnellen und kontrollierten Bewegungen führt. Perfekt für Competitive-Gamer in Shootern wie Valorant oder CS2. Die Omron-Optical-Switches sorgen für knackige, zuverlässige Klicks, die Tri-Mode-Konnektivität inklusive 8.000-Hz-Polling-Rate bietet Top-Performance, und die browserbasierte App macht die Konfiguration kinderleicht ohne lästige Treiber. Ergonomisch passt sie ideal zu mittelgroßen Händen im Claw- oder Fingertip-Grip.
Dennoch hat die Maus Schwächen, die mehr oder weniger stark ins Gewicht fallen: Die frontlastige Gewichtsverteilung kann ungewohnt wirken, die Standard-PTFE-Skates bieten lediglich solide Gleiteigenschaften und der kleine 300-mAh-Akku entpuppt sich bei hohen Polling-Rates als nicht sonderlich ausdauernd.
Spieler mit größeren Händen oder Palm-Grip-Fans dürften hier ebenfalls nur bedingt glücklich werden, und das Fehlen größerer Skate-Optionen oder erweiterter Makro-Funktionen limitiert die Universalität etwas. Insgesamt handelt es sich hier aber in meinen Augen um eine überzeugende kabellose Gaming-Maus mit stimmigem Preis-Leistungs-Verhältnis, für das der Hersteller mal eben 60-70 Euro weniger aufruft als die meisten Konkurrenten für einen Nager mit Carbon-Gehäuse.
The Review
Epomaker CarbonX
Leicht, robust, hochwertig und mit moderner Technik ausgestattet: Die Epomaker CarbonX begeistert im Test mit toller Performance zu einem attraktiven Preis.
PROS
- Starker Sensor
- 8.000 Hz
- Edles Design
- Robuste Verarbeitung
- Web-App
- Attraktiver Preis
CONS
- Etwas frontlastig
- Akkulaufzeit nur ok
- Gleiteigenschaften könnten besser sein


































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