ASUS ROG Raikiri II Pro DEALS
ASUS ROG Raikiri II Pro im Test: Ich zocke bereits seit über 30 Jahren mit Controllern. Selbst am PC bin ich ein leidenschaftlicher Gamepad-Spieler. Und ja, auch in Shootern. Dabei habe ich mittlerweile unzählige Produkte getestet, von Sony, SCUF Gaming, 8BitDo und wie sie nicht alle heißen. Mein Fazit ist klar: ASUS ROG hat hier mit dem Ende August veröffentlichten Raikiri II Pro das fortschrittlichste und beste Profi-Gamepad geschaffen, dass es aktuell zu kaufen gibt.
Technische Daten des ASUS ROG Raikiri II Pro
| Spezifikation | ASUS ROG Raikiri II Pro |
|---|---|
| Konnektivität | USB-C, 2,4GHz-Dongle, Bluetooth |
| Kompatibilität | PC (Windows, Linux, Android), inkl. ROG Xbox Ally-Serie |
| Polling-Rate | Bis zu 8000Hz, kabelgebunden und über 2,4GHz |
| Analog-Sticks | Hot-Swap-fähige TMR-Module (120gf und 50gf im Lieferumfang) |
| Trigger | Dual-Mode: Mikroschalter (Kurzhub) oder TMR-Sensor (Vollhub) |
| Tastentechnologie | Mikroschalter bei D-Pad, ABXY, Bumpern und Rücktasten |
| Display | Vollfarb-Display für Profile, Belegung, RGB und Kalibrierung |
| Zusatztasten | 4 abnehmbare Rücktasten, 2 Claw-Bumper, M5/M6 oben, 4 Fronttasten |
| Akkulaufzeit | Bis zu 79 Std. (1000Hz, Display/RGB/Vibration aus), bis zu 63 Std. bei 8000Hz |
| Profile | 5 speicherbare Profile |
| Software | ASUS Gear Link (Web-App und mobile App) |
| Lieferumfang | Ladecase, Ladeständer mit Wireless-Extender-Funktion, 4 Rücktasten-Abdeckplatten, 2 TMR-Module, 2 Joystick-Kappen, Entfernungswerkzeug |
| Preis | 229,00 Euro |
ASUS ROG Raikiri II Pro im Praxis- und Gamingtest
Im Alltag hat sich der ASUS ROG Raikiri II Pro über mehrere Wochen bewährt, quer durch verschiedene Genres. In Shootern wie The Finals oder Apex Legends habe ich vor allem die neuen Mikroschalter-Tasten zu schätzen gelernt. D-Pad, ABXY, Bumper und Rücktasten lösen alle spürbar und hörbar aus, fast wie ein Mausklick, was gerade bei schnellen Eingaben ein echtes Plus ist.
Die Fronttasten sitzen dabei flacher im Gehäuse als beim normalen Raikiri II oder beim Origina-Xbox-Controller, an dessen Design sich der Raikiri II Pro klar orientiert. Am Anfang war das ungewohnt, nach ein paar Sessions mochte ich es sogar lieber, weil die Tasten trotzdem sauber und ohne Wackeln auslösen. Und, weil das Auslösen durch den niedrigeren Weg schneller klappt.
Bei Rennspielen wie Forza Horizon 6 kam der Dual-Mode-Trigger voll zur Geltung: Denn die Trigger LT und RT lassen sich über einen Schalter an der Rückseite feststellen, was den Auslöseweg verkürzt. Im Mikroschalter-Modus reagieren Gas und Bremse quasi sofort, was sich also eher für kompetitive Shooter eignet. Umgestellt auf den TMR-Vollhub-Modus bekommt man dagegen feinfühliges, analoges Gefühl. Ideal für präzises Beschleunigen und Bremsen.
Die 8000 Hz Polling-Rate klingt auf dem Papier nach einem riesigen Sprung gegenüber den 1.000 Hz des Standardmodells. In der Praxis muss ich ehrlich sein: Ohne hochfrequenten Monitor und ohne wirklich genaues Hinschauen auf Latenz merkt man im normalen Zockeralltag wenig davon. Zumindest als normaler Gamer. Nice-to-have ist das aber allemal und: Wer kompetitiv unterwegs ist oder auf einem 240Hz-Monitor spielt, bekommt hier spürbar weniger Verzögerung. Für eine stabile Funkverbindung sorgt zusätzlich die Ladestation, die gleichzeitig als Wireless-Extender fungiert und den Abstand zwischen Dongle und Controller effektiv verkürzt.
D-Pad, Rücktasten und Akkulaufzeit
Für Fighting Games und schnelle Eingaben war das angenehm klickende D-Pad ein positiver Überraschungsmoment. Es liegt jetzt etwas tiefer im Gehäuse als beim Vorgänger, fühlt sich dadurch etwas straffer an, bleibt aber genauso präzise.
Ein Kritikpunkt aus der Praxis betrifft die Rücktasten, von denen sich insgesamt vier am Gehäuse des ASUS ROG Raikiri II Pro befinden. Weil Mittel- und Ringfinger dort ohnehin aufliegen, kommt es gelegentlich zu ungewollten Eingaben. Das kannte ich schon vom normalen Raikiri II, beim Pro lässt sich das Problem aber problemlos beheben, weil sich die Tasten komplett entfernen und durch flache Abdeckplatten ersetzen lassen.
Durchaus eindrucksvoll fällt zudem die Akkulaufzeit aus: Ich habe ich den Controller bewusst mit aktiviertem Display und moderater Beleuchtung genutzt, also im realistischen Alltagsszenario. Auch da hat der Akku spürbar länger durchgehalten als ich es vom Standardmodell gewohnt war, ich musste ihn deutlich seltener auf den Ladeständer setzen. Bei vielen Konkurrenten geht, aufgrund der Vielzahl an Features, schnell die Puste aus. Der ROG Raikiri II Pro PC hält aber selbst in diesem Szenario über 20 Stunden lang durch. Ohne Display und RGB sind es sogar satte 79 Stunden.
Design und Verarbeitung
Beim Design bleibt sich ASUS treu. Der Raikiri II Pro orientiert sich stark am Xbox Wireless Controller, was Griffform und Komfort angeht, liegt er fast identisch in der Hand. Die Griffe sind sehr angenehm texturiert und gummiert, was den Halt auch bei längeren Sessions verbessert. Wer den Xbox-Controller mag, fühlt sich hier sofort zuhause.
Der größte optische Unterschied fällt sofort auf: Weil der Pro kein Xbox-Partnermodell mehr ist, fehlen Xbox-Taste und Armoury-Crate-Buttons komplett. Stattdessen sitzt vorne eine sehr spannende Neuerung und zwar das große Vollfarb-Display. Darunter vier zusätzliche, frei belegbare Tasten (insgesamt sind es fünf) sowie ein Power-Button in der Mitte.
Smartes Detail: An der Rückseite gibt es ein kleines Fach, in dem sich der Wireless-Dongle verstauen lässt. Ideal, wenn du den ASUS ROG Raikiri II Pro unterwegs mitnehmen willst.
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Auch bei der Verarbeitung gibt es keine Kritikpunkte. Das Gehäuse fühlt sich hochwertig an, nichts wackelt oder knarzt. Die komplette Frontplatte ist magnetisch gehalten und lässt sich einfach an den Seiten abziehen, darunter liegen die austauschbaren Stick-Module frei zugänglich. Der Wechsel geht mit dem mitgelieferten Werkzeug in wenigen Sekunden, ohne dass man vorher lange nachschauen muss, wie es funktioniert.
Beim mitgelieferten Zubehör hat ASUS ebenfalls nicht gespart. Im Case liegen ein Ladeständer mit Standfüßen, zwei komplette TMR-Modul-Sets, austauschbare Joystick-Kappen in Hochprofil- und Dome-Form sowie vier Abdeckplatten für die Rücktasten. Das transportfähige Schutzetui lädt den Controller sogar gleich mit auf, praktisch für alle, die den ASUS ROG Raikiri II Pro mit zu Freunden nehmen oder unterwegs nutzen. Kleiner Kritikpunkt am Rande: Von den Hochprofil- und Dome-Kappen liegt jeweils nur ein Exemplar bei, wer beide Sticks umrüsten will, bleibt also leicht asymmetrisch.
Features und Besonderheiten
Für mich ist das Vollfarb-Display die größte funktionale Neuerung gegenüber dem normalen Raikiri II. Direkt am Controller lassen sich so Profile wechseln, Tasten neu belegen, RGB-Effekte anpassen, die Vibrationsstärke einstellen und sogar die Sticks kalibrieren, alles ohne PC oder App. Hinzu kommt die Möglichkeit, on-the-fly Makros zu erstellen oder eine Turbo-Funktion für sämtliche Tasten einzuschalten.
Fünf Profile lassen sich speichern und blitzschnell durchwechseln. Bedient wird über eine Panel-Taste, mit dem D-Pad navigiert man durch die Menüs, A bestätigt, B bricht ab. Ein Touchscreen ist es nicht, braucht es aber auch nicht. Ein nettes Extra ist die Möglichkeit, ein eigenes Bild oder eine Animation aufs Display zu laden. Kein Muss, aber ein schönes Detail, um den Controller etwas persönlicher zu machen.
Großes Lob gebührt zudem den Analogsticks: Bei den Sticks ist die Hot-Swap-Funktion das zentrale Feature. Verbaut ist standardmäßig ein 120gf-Modul, dazu liegt ein leichtgängigeres 50gf-Set bei. GF steht für die Kraft, die man zum Bewegen des Sticks braucht, 50gf erfordert also spürbar weniger Aufwand als 120gf. Ich bin bei den 120gf geblieben, weil ich das gewohnte Widerstandsgefühl mag, aber wer viel und lange spielt, wird den geringeren Kraftaufwand der leichteren Module zu schätzen wissen.
Der Dual-Mode-Trigger ist für mich einer der unterschätztesten Punkte am ganzen Controller. Ein Schalter wechselt zwischen kurzem Mikroschalter-Weg für schnelle, mausartige Eingaben und vollem TMR-Hub für feinfühliges, analoges Gas geben. Damit bekommt man wirklich zwei unterschiedliche Spielgefühle, ohne die Hardware wechseln zu müssen.
Bei den Tasten stehen insgesamt deutlich mehr Optionen zur Verfügung als beim Standardmodell. Neu sind zwei M5- und M6-Tasten oben am Gehäuse, zusätzlich zu den vier abnehmbaren Rücktasten und den zwei Claw-Bumpern. Für kompetitive Spiele und Fighting Games ein echter Vorteil, weil sich fast jede wichtige Funktion frei zuweisen lässt. Ich muss allerdings gestehen, dass ich die Positionierung von M5 und M6… gewöhnungsbedürftig finde. Sie sind zwar mit den Zeigefingern gut erreichbar, liegen aber – zumindest für mich – in einer etwas störenden Position und fallen eine Spur zu hoch aus, was man beim Wechsel von Bumpern (LB, RB) zu Triggern (LT, RT) merkt.

Kein Gyro gibt es beim ASUS ROG Raikiri II Pro, genau wie beim normalen Raikiri II schon nicht. Wer darauf angewiesen ist, sollte das einplanen. Das haptische Rumble überzeugt dafür in beiden Fällen und fühlt sich angenehm dosiert an.
Software: Anpassung im Browser
Die Konfiguration des ASUS ROG Raikiri II Pro läuft über ASUS Gear Link, eine Web-App, für die keine Installation von Armoury Crate nötig ist. Controller anschließen, Gear-Link-Webseite öffnen, fertig. Dort lassen sich Deadzones, Stick-Sensitivität, Tastenbelegung, Trigger-Verhalten und Beleuchtung einstellen. Auch der Turbo-Modus lässt sich hier aktivieren. Praktisch für RPGs, Shooter und Fighting Games, weil er wiederholtes Tastendrücken durch automatisches Halten ersetzt.
Neu beim ASUS ROG Raikiri II Pro ist die zusätzliche Unterstützung der Gear Link App fürs Handy, das erste Modell der Raikiri-Reihe mit dieser Option. Für alle ohne PC in Reichweite ein echter Fortschritt, weil sich Einstellungen und Firmware-Updates jetzt auch mobil erledigen lassen.
Ich gebe zu, die schiere Menge an Einstellmöglichkeiten kann anfangs erschlagen. Für den normalen Betrieb braucht man davon aber wenig, die Werkseinstellungen funktionieren bereits gut. Profis können hier aber seeeehr tief ins Detail gehen.
Der große Vorteil gegenüber dem normalen Raikiri II bleibt aber das Display am Controller selbst. Wer mal schnell zwischen zwei Sessions ein Profil wechseln oder die Vibration runterdrehen will, muss beim Standardmodell erst den PC bemühen und die Web-App öffnen. Beim Pro reicht ein Tastendruck direkt am Gerät.
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ASUS ROG Raikiri II Pro Test: Fazit
Der ASUS ROG Raikiri II Pro nimmt fast alles, was am normalen Raikiri II schon gut war und baut es sinnvoll aus. Hot-Swap-Sticks, das Display und die 8.000 Hz-Polling-Rate sind die klaren Highlights. Dazu kommt eine nochmal deutlich verlängerte Akkulaufzeit. Im Alltag hat mich vor allem das Display überzeugt, weil es echte Zeit spart und die Konfiguration spürbar einfacher macht, ohne dass man ständig zum PC laufen muss.
Kleinere Kritikpunkte bleiben die gelegentlichen Fehleingaben an den Rücktasten, die etwas weniger komfortablen M5- und M6-Tasten, sowie natürlich der hohe Preis. Keine Dealbreaker, sondern eher Details, die ASUS in einer zukünftigen Version noch verbessern könnte.
Die Marschroute ist damit klar: Wer die Neuerungen im Alltag wirklich nutzt, allen voran das Display und die Hot-Swap-Sticks, bekommt mit dem ASUS ROG Raikiri II Pro aktuell den vielseitigsten und besten PC-Controller am Markt. Für mich ist der Raikiri II Pro der beste Controller, den ich je benutzt habe. Er hat jedenfalls meinen 8BitDo Ultimate 2 und den GameSir G7 Pro abgelöst.
The Review
ASUS ROG Raikiri II Pro
Der ASUS ROG Raikiri II Pro ist der beste Controller, den ich je genutzt habe. Langlebige TMR-Hot-Swap-Sticks, Vollfarb-Display und 8.000 Hz sind ein echter Game-Changer, auch wenn der Preis happig ist.
PROS
- Tadellose Verarbeitung
- Geniale TMR-Sticks
- Hot-Swap-fähig
- Praktisches Display
- Lange Akkulaufzeit
- Geniales Tastenfeedback
- Trigger-Stopps
- Anpassung im Browser
CONS
- Sehr teuer
- M5 und M6 nicht ganz so komfortabel
- Rückseitige Tasten neigen zu Fehleingaben
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