Google Home Speaker DEALS
Der neue Google Home Speaker im Test: Mein Echo Dot hat endgültig ausgedient. Drei Jahre lang hatte ich den Smart Speaker von Amazon im Einsatz, doch in den vergangenen Monaten fristetet er eher ein Schattendasein im Schrank, weil… er eigentlich schon länger nicht mehr richtig funktionierte. Gut, dass Google im Juni den Google Home Speaker vorgestellt hat. Zunächst nur in den USA, aber mir war klar: Wenn das Teil nach Deutschland kommt, muss ich ihn haben. Ich habe mir den neuen Google Home Speaker besorgt und einige Tage in meinem Alltag getestet. Ob sich der Umstieg lohnt oder ob am Ende nur die Optik neu ist, zeige ich euch in diesem Test.
Technische Daten des Google Home Speaker
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Preis (UVP) | 119,99 Euro |
| Release | 24. Juni 2026 |
| Treiber | 58 mm Vollbereichstreiber, 360-Grad-Sound |
| Abmessungen | 107 x 86 mm |
| Gewicht | 396 g |
| Prozessor | Quad-Core 2,0 GHz Arm Cortex-A55 mit NPU |
| Arbeitsspeicher | 1 GB LPDDR4 RAM |
| Speicher | 4 GB eMMC |
| WLAN | WLAN 6 |
| Bluetooth | Bluetooth 5.4 (nur SBC-Codec) |
| Smart-Home-Hub | Thread-Border-Router mit Matter-Unterstützung |
| Anschluss | USB-C (fest verbaut, nur Stromversorgung) |
| Netzteil | 30 Watt USB-C-Ladegerät im Lieferumfang |
| Mikrofone | 3 Fernfeld-Mikrofone |
| Mute-Funktion | Physischer Mikrofon-Mute-Schalter |
| Bedienung | Kapazitive Touch-Steuerung oben |
| Farben | Hazel, Porcelain (weltweit), zusätzlich Berry, Jade (USA) |
| KI-Assistent | Gemini für Home |
| Premium-Abo | Google Home Premium,10 Euro/Monat, 6 Monate inklusive |
Google Home Speaker Test: Soundqualität
Beim Klang war ich ehrlich gesagt zwiegespalten und ich habe bewusst mehrere Tage mit unterschiedlicher Musik getestet, bevor ich mir ein Urteil erlaubt habe. Der Google Home Speaker verbaut nur einen einzelnen 58-mm-Vollbereichstreiber für 360-Grad-Sound, während der ältere Nest Audio noch einen 75-mm-Woofer plus separaten Hochtöner hatte. Google bewirbt zwar einen deutlich stärkeren Bass, im direkten Vergleich soll der Bass aber klar zurückstehen.
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Ich muss allerdings sagen: Mir war das ab Werk sogar etwas zu viel. Der Bass ist kontrolliert und detailliert, überlagert die Höhen und Mitten aber merklich. Gut, dass man hier in der Home App per Equalizer nachbessern kann, was den Klang in meinen Augen spürbar verbessert (zumindest für meinen Geschmack).
Stimmen kommen bei mir klar und detailliert rüber, ohne dass es scharf oder nervig wird, auch bei höherer Lautstärke. Erst wenn ich richtig aufgedreht habe, etwa auf 80 bis 90 Prozent, ist mir eine leichte Kompression in den Höhen aufgefallen. Der Speaker verzerrt zwar nicht hörbar, verliert aber etwas an Klarheit. Für normale Zimmerlautstärke beim Kochen oder Arbeiten ist das völlig irrelevant.
Richtig überzeugt hat mich das omnidirektionale Design. Ich habe den Google Home Speaker an verschiedenen Stellen in der Küche, auf dem Sideboard im Wohnzimmer, mittig auf dem Schreibtisch getestet, und der Klang blieb dabei angenehm gleichmäßig, egal aus welcher Richtung ich ihn gehört habe. Das macht die Platzierung im Alltag deutlich unkomplizierter als bei klassischen, nach vorne ausgerichteten Speakern.
Kommt man von einem kleineren Speaker wie dem Nest Mini oder Echo Dot, ist der Sprung für mich klar hörbar. Spürbar mehr Volumen und ein voller wirkendes Klangbild. Für Podcasts, Nachrichten und Hintergrundmusik beim Kochen reicht das völlig, wer aber audiophile Ansprüche hat, sollte eher zu einem dedizierten Bluetooth-Speaker greifen.
Gemini an Bord: Wie gut sind die KI-Features?
Das eigentliche Herzstück des Google Home Speaker ist für mich klar Gemini für Home. Google spricht von über 2.500 Verbesserungen, die komplexe Mehrschritt-Befehle, kürzere Reaktionszeiten und natürlichere Konversationen ermöglichen sollen. In meinem Test hat Gemini tatsächlich einige clevere Momente gezeigt, etwa als ich mehrere Befehle in einem Satz kombiniert habe.
Gleichzeitig musste ich bei einfachen Aufgaben wie „spiel den Song XY“ ab und zu etwas länger warten, als ich es von anderen smarten Lautsprechern gewohnt bin.
Konkret sieht das bei mir mit dem Google Home Speaker im Alltag so aus, damit ihr euch das besser vorstellen könnt:
- Mehrschritt-Befehle in einem Satz: „Dimme das Licht im Wohnzimmer auf 30 Prozent und starte meine Feierabend-Playlist“ hat der Speaker bei mir zuverlässig in einem Rutsch umgesetzt, statt dass ich zwei einzelne Befehle geben musste.
- Nachfragen im laufenden Gespräch: Ich konnte fragen „Wie wird das Wetter morgen?“ und direkt hinterher „Und übermorgen?“, ohne den Kontext neu erklären zu müssen, das hat auffällig gut funktioniert.
- Alltagsfragen mit mehreren Teilaspekten: Bei „Gib mir ein einfaches Rezept mit Hähnchen und stell einen Timer auf 20 Minuten“ hat Gemini beides gleichzeitig erledigt, Rezeptvorschlag plus laufender Timer.
- Smart-Home-Steuerung über mehrere Geräte hinweg: „Schalte alle Lichter im Erdgeschoss aus“ hat bei mir zuverlässig gleich mehrere Lampen gleichzeitig angesprochen, statt dass ich jede einzeln nennen musste.
- Übersetzungen und schnelle Fakten: Kurze Übersetzungen oder allgemeine Wissensfragen beantwortet der Speaker meist flüssig und ohne, dass ich den Satz nochmal wiederholen musste.
Was mich zusätzlich überrascht hat: Gemini für Home läuft mittlerweile auch auf älteren Google-Lautsprechern wie dem Nest Audio. Wer also schon ein älteres Gerät besitzt, bekommt viele dieser KI-Funktionen ebenfalls, ganz ohne neuen Kauf.
Google Home Speaker: Design und Verarbeitung
Optisch gefällt mir der neue Google Home Speaker richtig gut. Statt der Kissenform des Nest Audio setzt Google jetzt auf eine kompakte, ovale Form mit gewebtem 3D-Strickbezug, der sich hochwertig anfühlt. An der Basis sitzt ein beleuchteter Lichtring, der mir immer zeigt, wann Gemini gerade zuhört. Ich habe mich für die weiße Farbgebung entschieden, wer mag, kann den Lautsprecher aber auch in Schwarz ordern.

Die Verarbeitung wirkt insgesamt solide, unten am Gehäuse sitzt ein Gummifuß, der meine Oberflächen vor Kratzern schützt. Oben bediene ich Lautstärke und Wiedergabe über kapazitive Touch-Flächen, dazu kommen drei Fernfeld-Mikrofone. Besonders gut finde ich den physischen Mikrofon-Mute-Schalter an der Unterseite, den ich immer dann nutze, wenn ich wirklich sicher sein will, dass nichts mithört.
Ein Punkt, der mich beim Auspacken gestört hat: Das USB-C-Kabel ist fest verbaut und lässt sich nicht austauschen. Geht das Kabel mal kaputt, ist im Zweifel der ganze Speaker hinüber. Frühere Google-Lautsprecher inklusive Nest Audio hatten hier ein abnehmbares Kabel, das fände ich sinnvoller. Immerhin liegt ein 30-Watt-USB-C-Netzteil direkt bei.
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Inbetriebnahme
Die Einrichtung des Google Home Speaker ging bei mir erstaunlich schnell. Ich habe den Speaker einfach in die Google Home App eingebunden, mit meinem WLAN verbunden und mein Google-Konto verknüpft, nach wenigen Minuten war alles startklar. Da ich bereits andere Google-Geräte zuhause habe, konnte ich den neuen Speaker direkt in meine bestehende Lautsprechergruppe einbinden, ohne irgendwas neu einzurichten.
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Unterstützt werden WLAN 6 und Bluetooth 5.4, allerdings nur mit dem SBC-Codec, höherwertige Codecs fehlen mir hier. Zusätzlich funktioniert der Speaker bei mir als Thread-Border-Router mit Matter-Unterstützung, ich konnte also auch smarte Lampen und Steckdosen anderer Hersteller problemlos einbinden. Wer einen klassischen Klinkenanschluss oder USB-Audio erwartet, wird wie ich enttäuscht: Der USB-C-Port dient nur der Stromversorgung, ein analoger Eingang fehlt komplett.
App-Anbindung
Die Steuerung läuft bei mir komplett über die Google Home App. Dort verwalte ich Musikdienste, Smart-Home-Geräte und Lautsprechergruppen zentral. Zwei Google Home Speaker lassen sich zudem als Stereopaar koppeln. Das habe ich selbst noch nicht getestet, klingt aber nach einer sinnvollen Option für größere Räume. Eine Besonderheit ist, dass nur in Kombination mit dem Google TV Streamer ein Heimkino-Setup mit Dolby Atmos und Spatial Audio möglich ist, exklusiv für den neuen Speaker.
Was mich dabei etwas gestört hat: Laut Google-Aussage ist dafür gar keine spezielle Hardware nötig, es ist reine Software-Entscheidung. Ältere Speaker könnten das technisch also ebenfalls, Google hat es schlicht nicht freigeschaltet. Ein Bisschen bitter, wenn ihr mich fragt.
Premium-Features: Braucht man das Abo?
Wer das volle Potenzial ausschöpfen will, kommt an einem Abo kaum vorbei, das habe ich in meinem Test schnell gemerkt. Google Home Premium kostet rund 10 Euro im Monat und schaltet unter anderem Gemini Live für interaktivere Gespräche sowie erweiterte Kamerafunktionen frei. Beim Kauf bekommt man sechs Monate Premium kostenlos dazu, danach würde ich als Nutzer selbst entscheiden müssen, ob mir das Abo den Preis wert ist.

Im Standard-Tarif ohne Abo stehen mir immerhin 30 Tage ereignisbasierte Kamerahistorie sowie grundlegende Gemini-Funktionen wie Musik abspielen, Timer stellen oder Smart-Home-Geräte steuern zur Verfügung. Wer kein umfangreiches Kamera-Setup zuhause hat, kommt vermutlich auch mit dem Standard-Tarif gut zurecht. Ich hab jedoch auch zwei Nest Outdoor Kameras laufen und begrüße die Zusammenarbeit mit dem Home Speaker durchaus.
Google Home Speaker Test: Fazit
Nach meinem Test steht für mich fest: Der Google Home Speaker ist in erster Linie ein KI-Gerät mit Lautsprecher-Funktion, nicht umgekehrt. Wer sich vor allem einen deutlich besseren Klang als beim alten Nest Audio erhofft, wird nicht restlos überzeugt. Wer dagegen von einem älteren Nest Mini oder Echo Dot kommt oder neu in die Google-Home-Welt einsteigt, bekommt hier ein durchaus gelungenes, unauffälliges Gerät mit smartem KI-Assistenten und guter Smart-Home-Anbindung. Auch klanglich hat der Home Speaker einiges zu bieten – zumindest wenn man sich die Zeit nimmt, den Equalizer etwas anzupassen.
Besitzt ihr bereits einen Nest Audio, müsst ihr für mich persönlich nicht zwingend upgraden, da Gemini für Home ohnehin auch auf älteren Geräten läuft. Entscheidet ihr euch trotzdem für den neuen Speaker, solltet ihr einkalkulieren, dass die spannendsten KI-Funktionen nach der sechsmonatigen Testphase ein Premium-Abo voraussetzen.
The Review
Google Home Speaker
Gelungener Smart-Speaker mit überzeugendem Klang (nach Feintuning) und praktischen KI-Features, die aber nicht alle ohne Abo zur Verfügung stehen.
PROS
- Lebendiger Klang
- Starke KI-Features
- Gute Smart-Home-Funktionen
- Funktioniert als Matter-Hub
- Wi-Fi und Bluetooth
CONS
- Keine Kabelverbindungen
- Ab Werk zu basslastig
- Einige KI-Features nur per Abo
Google Home Speaker DEALS
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