Mit Elgato Wave Next schlägt Elgato ein neues Kapitel in seiner Audio-Strategie auf. Statt einzelne Produkte zu aktualisieren, wird gleich ein komplettes Ökosystem neu gedacht: Software, Hardware und Steuerung greifen enger ineinander als je zuvor. Seit dem Start der ersten Wave-Mikrofone im Jahr 2020 hat sich viel verändert – Workflows sind komplexer geworden, Setups leistungsfähiger. Wave Next setzt genau hier an und verspricht mehr Kontrolle bei weniger Reibungsverlusten.
- Wave Link 3.0 ab sofort kostenlos für Windows und macOS
- Neuer Wave FX Processor mit integrierter DSP- und VST-Insert-Technologie
- Vier neue Hardware-Lösungen vom USB-Mikro bis zum Dual-XLR-Interface
- Skalierbares System vom Einzel-Setup bis zur professionellen Produktionsumgebung
Inhalt
Elgato Wave Next rückt die Software ins Zentrum
Im Mittelpunkt steht Wave Link 3.0, eine von Grund auf neu entwickelte Mixing-Plattform. Spannend ist vor allem, dass sie kostenlos angeboten wird und mit nahezu jedem Mikrofon oder Interface funktioniert. Damit öffnet sich das Wave-Ökosystem erstmals auch für Setups außerhalb der eigenen Hardware.
Die Software geht deutlich über klassisches Kanal-Mixing hinaus. Bis zu fünf unabhängige Submixes ermöglichen es, Stimme, Spielsound, Musik oder Chat getrennt zu verwalten und gezielt an Streaming-, Aufnahme- oder Monitoring-Ausgänge zu senden. Statt verschachtelter Channel-Strips kommt nun eine horizontale Routing-Matrix zum Einsatz, die den gesamten Signalfluss übersichtlich darstellt. Anwendungen lassen sich mit einem Klick zuweisen, mehrere Programme können auf einem Kanal gebündelt werden.
Besonders interessant ist die enge Verzahnung mit dem Stream Deck. Profile und Layouts passen sich automatisch an das jeweilige Setup an. Damit entsteht eine Art dynamische Schaltzentrale für Audio-Workflows, die nicht nur leistungsfähig, sondern auch intuitiv wirkt.
Elgato Wave Next: Neue Hardware mit eigenem Signalprozessor
Technisch spannend wird es mit Elgato Wave Next beim sogenannten Wave FX Processor. Dieser Custom-Chip, entwickelt in Zusammenarbeit mit LEWITT Audio, verlagert zentrale Verarbeitungsschritte direkt in die Hardware. Das Ziel: weniger Abhängigkeit von virtuellen Audiogeräten und komplexen Routing-Lösungen.
Clipguard 2.0 kombiniert mehrere Analog-Digital-Wandler mit 32-Bit-Float-Verarbeitung und intelligentem Limiter, um Verzerrungen schon vor ihrer Entstehung abzufangen. Hinzu kommen fünf integrierte DSP-Effekte wie Low Cut, Expander, Kompressor, EQ und Voice Tune. Diese arbeiten latenzfrei und ohne zusätzliche CPU-Last. Über eine VST-Insert-Technologie lassen sich sogar externe Studio-Plugins in die Hardware-Signalkette einbinden – das verarbeitete Signal landet direkt und vollständig optimiert in jeder Anwendung.
Zur neuen Gerätegeneration zählen unter anderem das Elgato Wave:3 MK.2 als kompaktes USB-Kondensatormikrofon mit integrierter DSP-Verarbeitung sowie das Elgato Wave XLR MK.2 mit 80 dB Gain und 48V-Phantomspeisung für anspruchsvolle XLR-Mikrofone.
Mit dem Elgato XLR Dock MK.2 wird das Stream Deck + um professionelle XLR-Funktionalität erweitert. Wer noch weiter gehen möchte, findet im Elgato Wave XLR Pro eine Dual-XLR-Lösung mit fünf hardwarebasierten Mixen, integriertem Maximizer und kanalbasiertem Ducking – geplant für Q2 2026.
Abgerundet wird das Portfolio durch das Elgato Stream Deck + XL mit 36 LCD-Keys, sechs Drehreglern und Touch Strip. Audio wird damit buchstäblich greifbar.
„Als wir 2020 das erste Wave-Mikrofon vorgestellt haben, wollten wir Audio-Workflows für Creator grundlegend vereinfachen“, sagt Julian Fest, SVP und General Manager von Elgato. „Seitdem haben uns Hunderttausende Setups unserer User gezeigt, was funktioniert, was noch zu komplex ist und wo die tatsächlichen Engpässe liegen. Wave Next vereint all diese Erkenntnisse in einer Plattform: leistungsstarke Software, die jetzt für alle kostenlos verfügbar ist, Hardware, die Audio direkt an der Quelle verarbeitet, und physische Bedienelemente, die Steuerung spürbar einfach machen.“
Fazit: Mehr als nur neue Produkte
Elgato Wave Next wirkt weniger wie ein klassisches Hardware-Update, sondern eher wie eine strategische Neuausrichtung. Die Kombination aus kostenloser Profi-Software, integrierter DSP-Verarbeitung und physischer Steuerung schafft ein geschlossenes System, das mit steigenden Anforderungen mitwachsen kann.
Wave:3 MK.2, Wave XLR MK.2, XLR Dock MK.2 und Stream Deck + XL sind ab sofort erhältlich. Wave XLR Pro folgt im zweiten Quartal 2026. Wave Link 3.0 steht als kostenloser Download bereit – ein klarer Schritt in Richtung offenes, skalierbares Audio-Ökosystem.




























