Resident Evil Requiem Guide: Was ist besser – First-Person oder Third-Person? Das neue Horror-Game von Capcom bietet euch erstmals die freie Wahl zwischen First-Person- und Third-Person-Perspektive. Aber welche ist wirklich die bessere Option? Wir verraten euch, wie ihr das neunte Hauptkapitel der Reihe am besten erlebt.
Resident Evil Requiem war für mich persönlich eines der meisterwarteten Spiele des Jahres 2026 und ich kann euch sagen: Es hält, was es verspricht, und übertrifft meine Erwartungen sogar noch. Tatsächlich könnte es mein liebstes Resident Evil aller Zeiten sein, wenn man die Remakes außen vor lässt. Das Game ist Ende Februar erschienen, begleitet von einem ziemlich coolen Launch-Event in Hamburg.
Doch bevor ihr euch ins Getümmel stürzt und Capcoms neuesten Survival-Horror-Kracher genießen könnt, werdet ihr direkt zu Beginn mit einer wichtigen Frage konfrontiert: First-Person oder Third-Person? Diese Entscheidung mag zunächst nebensächlich wirken, hat aber einen enormen Einfluss darauf, wie intensiv und atmosphärisch ihr das Spiel erlebt.
Die Resident-Evil-Reihe experimentiert seit einigen Jahren mit verschiedenen Perspektiven. Resident Evil 7: Biohazard brachte den Horror so nah wie nie zuvor – dank einer Ego-Perspektive, die einem buchstäblich den Atem verschlägt. Die modernen Remakes von Resident Evil 2 und Resident Evil 4 hingegen setzten auf die klassische Schulter-Perspektive, die aus dem Action-Horror-Genre nicht mehr wegzudenken ist. Resident Evil Requiem als neunter Hauptteil der Serie geht nun noch einen Schritt weiter und kombiniert das Beste aus beiden Welten.
Inhalt
- 1 Was macht Resident Evil Requiem besonders?
- 2 Die Vorteile der Third-Person-Perspektive
- 3 Die Vorteile der First-Person-Perspektive
- 4 Die beste Lösung: Warum ihr gar nicht wählen müsst
- 5 Das perfekte Gleichgewicht zwischen Horror und Action
- 6 Fazit: Welche Perspektive ist besser in Resident Evil Requiem?
Was macht Resident Evil Requiem besonders?
Resident Evil Requiem führt zwei spielbare Charaktere ein: den altbekannten Leon S. Kennedy und die Newcomerin Grace Ashcroft. Das Spiel erlaubt euch, die gesamte rund zwölfstündige Kampagne entweder komplett in der Ego-Perspektive oder komplett in der Third-Person-Ansicht zu spielen. Ihr könnt aber auch, und das ist das eigentlich Interessante, je nach Charakter zwischen den Perspektiven wechseln.

Das ist zwar kein völliges Novum für die Reihe: Resident Evil Village bot ebenfalls eine solche Wahlmöglichkeit, allerdings wurde der Third-Person-Modus dort erst nachträglich per DLC eingeführt. In Requiem ist dieses Feature von Anfang an integriert und ausgefeilter als je zuvor.
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Die Vorteile der Third-Person-Perspektive
Ich bin von Natur aus ein Third-Person-Spieler. Natürlich macht mir ein guter Ego-Shooter Spaß – aber bei narrativen Einzelspieler-Erlebnissen bin ich mit der Schulter-Perspektive einfach wohler. Und das hat durchaus nachvollziehbare Gründe.
In der Third-Person-Ansicht habt ihr stets euren gesamten Charakter im Blick. Gerade in den hektischsten Momenten, wenn ein mutierter Zombie oder Gegner auf euch zukommt, ist es erheblich einfacher, Angriffen auszuweichen, wenn ihr eure gesamte Umgebung überblicken könnt. Ihr seht, wohin ihr rennt, könnt Hindernisse umgehen und habt ein besseres Gespür für Entfernungen.

Dazu kommt: Für Leon Kennedy fühlt sich die Third-Person-Ansicht einfach richtig an. Resident Evil 4 gilt bis heute als Meilenstein des Action-Genres. Über 20 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung misst sich noch immer manch ein Spiel an diesem Maßstab. Leon in der Ego-Perspektive zu sehen, wirkt deshalb irgendwie befremdlich.
Die Vorteile der First-Person-Perspektive
Trotzdem wäre es falsch zu sagen, die Third-Person-Perspektive sei schlicht die bessere Wahl. Denn es gibt einen entscheidenden Nachteil: Sie nimmt der Atmosphäre die Schärfe.
Resident Evil 7 gilt bei vielen Fans, mich eingeschlossen, als das gruseligste Kapitel der gesamten Reihe. Und ich bin überzeugt, dass die Ego-Perspektive ein wesentlicher Grund dafür ist. Wenn ihr nicht mehr als unbeteiligte Kamera hinter eurem Charakter agiert, sondern buchstäblich in der Spielwelt steckt, dann wird Survival Horror zu dem, was er sein soll: persönlich, bedrängend, unangenehm.

Das zeigt sich auch in Resident Evil Requiem ganz deutlich. Der erste Teil des Spiels spielt in einem psychiatrischen Pflegezentrum namens Rhodes Hill Chronic Care Center. Eine Einrichtung voller schattiger Korridore, unheimlicher Geräusche und Kreaturen, bei denen man lieber nicht wüsste, was sie einmal gewesen sind. In der First-Person-Perspektive schleicht ihr euch nervös durch diese Gänge, unfähig, die Kamera strategisch um Ecken zu schwenken. Diese erzwungene Verwundbarkeit macht den Horror greifbar.
Die beste Lösung: Warum ihr gar nicht wählen müsst
Hier kommt das eigentlich Geniale an Resident Evil Requiem ins Spiel. Die Standardeinstellung des Spiels ist nämlich kein „entweder oder“ – sondern ein cleveres Hybrid-System. Standardmäßig spielt ihr Leons Kapitel in der Third-Person-Perspektive und Graces Kapitel in der First-Person-Perspektive. Nachdem ich das Spiel in allen Varianten ausprobiert habe, kann ich euch mit Überzeugung sagen: Diese gemischte Standardoption ist der mit Abstand beste Weg, Resident Evil Requiem zu erleben.

Und das nicht nur aus spielerischen Gründen, sondern auch aus narrativer Perspektive. Es ergibt nämlich absolut Sinn: Leon S. Kennedy ist ein abgebrühter Veteran. Er hat schon das Schlimmste überlebt, was das T-Virus-versuchte Welt zu bieten hat. Mit Leon in der Third-Person zu spielen fühlt sich an wie ein Held, der die Kontrolle hat – souverän, kampferprobt, unerschütterlich. Wenn ihr mit ihm Zombies mit einem Roundhouse-Kick ins Gesicht schickt und ganze Magazine in die Untoten leert, macht das in der Schulter-Perspektive einfach mehr Spaß.
Grace Ashcroft ist dagegen eine Neueinsteigerin. Sie ist vergleichsweise unerfahren und auf das, was sie erwartet, nicht wirklich vorbereitet. Mit ihr in der First-Person zu spielen macht ihre Verletzlichkeit spürbar – jedes knarzende Geräusch, jeder unerwartete Angreifer trifft euch mitten ins Herz.
Das perfekte Gleichgewicht zwischen Horror und Action
Was mich an dieser Hybrid-Lösung wirklich begeistert, ist das emotionale Gleichgewicht, das sie erzeugt. Graces Abschnitte ließen mich langsam und vorsichtig durch schlecht beleuchtete Gänge schleichen. Angespannt, nervös, immer bereit für den nächsten Schrecken. Die Kreaturen, denen ihr begegnet, sind alles andere als angenehm, und in der Ego-Perspektive wirken sie noch bedrohlicher.
Leons Abschnitte hingegen wirken wie ein erfrischender Kontrast. Sie sind die spielerische Atempause. Jene kathartischen Momente, in denen ihr das Blatt wenden und den Spieß umdrehen könnt. Statt gejagt zu werden, seid ihr plötzlich derjenige, der jagt. Diese Abwechslung hält die Spannung über die gesamte Spielzeit aufrecht, ohne dass ihr ausgelaugt oder überreizt werdet.
Fazit: Welche Perspektive ist besser in Resident Evil Requiem?
Wenn ihr Resident Evil Requiem das erste Mal startet und vor die Wahl gestellt werdet: Wählt die Standardeinstellung. Sie bietet euch das Beste aus beiden Welten und ist narrativ wie spielerisch die durchdachteste Option.
Solltet ihr nach einiger Spielzeit merken, dass ihr klar eine Perspektive bevorzugt, könnt ihr jederzeit in den Einstellungen wechseln. Das Spiel erlaubt euch diese Flexibilität ohne Einschränkungen. Aber meiner Erfahrung nach werdet ihr schnell feststellen, dass der Wechsel zwischen den Perspektiven, je nach Charakter, das Erlebnis enorm bereichert.
Die eigentliche Antwort auf die Frage „First-Person oder Third-Person?“ lautet also: Keine der beiden allein. Keiner der Modi ist dem anderen grundsätzlich überlegen. Beide erfüllen unterschiedliche Funktionen im Spieldesign. Und genau das macht Resident Evil Requiem zu einem so außergewöhnlichen Erlebnis.
Resident Evil Requiem ist der neunte Hauptteil der Resident Evil-Reihe von Capcom und erschien im Februar 2026 für PS5, Xbox Series X/S und PC. Mehr Infos gibt’s auf der offiziellen Website.



























