Klipsch ProMedia Lumina DEALS
Klipsch ProMedia Lumina im Test: 2.1-Desktop-Lautsprechersystem mit Bluetooth 5.3, RGB-Beleuchtung und High-End-Klang in der Review. Desktop-Lautsprecher mit bunter RGB-Beleuchtung kennt man ja. Meist kommen die aber von irgendwelchen Gaming-Peripherieherstellern und sind klanglich entsprechend mehr als „Spaß“ ausgelegt (beziehungsweise auf das, was die Hersteller darunter verstehen) statt auf einen neutralen Premium-Klang zu setzen. Ganz anders die erst vor wenigen Wochen präsentierten Klipsch ProMedia Lumina, immerhin kann der Audio-Profi auf jahrzehntelange Expertise im Lautsprecher-Game zurückblicken. Mit dem neuen 2.1-Lautsprechersystem für den Schreibtisch will Klipsch nicht nur Gamer, sondern auch anspruchsvolle Creator glücklich machen – und liefert gleichzeitig eine stimmige RGB-Beleuchtung. Ob das gut geht und was die Dinger auf dem Kasten haben, klärt der Test.
Inhalt
- 1 Technische Daten der Klipsch ProMedia Lumina
- 2 Klipsch ProMedia Lumina Test: Edles Design trifft buntes Licht
- 3 Inbetriebnahme und Anschlüsse
- 4 Features und Bedienung der ProMedia Lumina
- 5 Die Klipsch Control-App
- 6 Grandioser Sound im Klipsch ProMedia Lumina
- 7 Klipsch ProMedia Lumina Test: Fazit
- 8 Klipsch ProMedia Lumina
Technische Daten der Klipsch ProMedia Lumina
| Produkt | ProMedia Lumina |
| Gewicht | ca. 7 kg |
| Größe | Satteliten: 24,75 cm x 6,5 cm x 10,16 cm; Subwoofer: 35,56 cm x 15,25 cm x 35,42 cm |
| Frequenzgang | 40 Hz bis 20.000 Hz |
| Leistung | 98 dB SPL |
| Treiber | Satteliten: 1-Zoll-Horn-Mylar Tweeter; 3-Zoll-Mitteltieftöner; Subwoofer: 6,5-Zoll Side Firing Woofer |
| Eingänge | 3,5 mm Klinke; USB-C; Bluetooth 5.3 |
| Ausgänge | 3,5-mm-Klinke (Kopfhörer); USB-C (Ladefunktion) |
| Preis | 349,00 Euro |
Klipsch ProMedia Lumina Test: Edles Design trifft buntes Licht
Satte sieben Kilogramm bringt das Paket der Klipsch ProMedia Lumina auf die Waage. Rund fünf davon entfallen auf den Subwoofer, zwei weitere teilen sich auf die beiden Lautsprecher auf. Das zeugt von Qualität, wie man sie von Klipsch gewohnt ist. Beim neuen 2.1-Desktop-System setzt der Audioexperte auf ein edles Design, das trotz ABS-Kunststoff und MDF-Holzplatten absolut edel und wertig anmutet.
Das erreicht das ProMedia Lumina durch sein schwarzes Holz-Finish samt ansprechender Maserung, das der Hersteller mit silbernen Details zu einer absolut stimmigen Optik verbindet. Keine High-End-Materialien, aber eine absolut stimmige und wertige Verarbeitung.
Beide Satteliten-Lautsprecher kombinieren einen 1-Zoll-Mylar-Hochtöner mit einem 3-Zoll-Mitteltieftöner. Die Frontpartie lässt Klipsch dabei bewusst offen. Eine Abdeckung für die Vorderseite gibt es nicht. Dafür ruhen beide Lautsprecher auf einem flexiblen, fest verbauten Standfuß, mit denen sich der Winkel recht flexibel nach oben oder unten hin anpassen lässt. Wer am Schreibtisch sitzt und die Lautsprecher auf Tischhöhe betreibt, wird das schätzen. Statt an die Decke zu strahlen, trifft der Klang dann tatsächlich dort hin, wo er hingehört.
Unter dem Schreibtisch findet dann der 6,5-Zoll-Subwoofer Platz, der die Bässe und tiefen Frequenzen zur Seite hin abstrahlt und einen satten Bass verspricht. Dabei fällt der Woofer dank Low-Profile-Design angenehm schlank aus und nimmt kaum Platz weg. Die Verarbeitungsqualität ist auch hier ordentlich, wenngleich die Oberfläche etwas einfacher ausfällt als bei den Satelliten.
Ein weiteres geniales Detail, das beim Unboxing auffällt: Die Kabel, mit denen die Lautsprecher im Subwoofer verschraubt werden, lassen sich mit einem Kabelclip befestigen, was Kabelsalat minimiert. Besagte Strippen fühlen sich dabei äußerst stabil an und haben eine vernünftige Länge.
Inbetriebnahme und Anschlüsse
Wer sich schon einmal mit kompliziertem Audio-Equipment herumgeschlagen hat, wird die Inbetriebnahme der Klipsch ProMedia Lumina als wohltuend empfinden. Das System ist im Grunde in drei Schritten und wenigen Minuten betriebsbereit: Satelliten an den Sub anschließen, Sub mit Strom versorgen, Quelle verbinden… fertig.
Die Anschlüsse sind großzügig dimensioniert und decken die wichtigsten Szenarien ab. Am Subwoofer finden sich ein USB-C-Eingang, eine 3,5-mm-Klinke als Aux-Eingang sowie die proprietären Buchsen für die Satellitenkabel. Hier findet sich zudem ein Drehregler, mit dem die Intensität der Bass-Darstellung reguliert werden kann.
Für die kabellose Verbindung ist zudem Bluetooth 5.3 mit an Bord, was einen kabellosen Betrieb vom Smartphone, Tablet oder Laptop ermöglicht. Wer unter Windows 11 arbeitet, profitiert zusätzlich von einer cleveren Auto-On/Off-Funktion: Das System erkennt, ob der PC aktiv ist, und schaltet sich entsprechend automatisch ein und aus.
Die Satelliten selbst verfügen ebenfalls über einen USB-C-Port, welcher jedoch ausschließlich als Ladanschluss für Endgeräte, nicht als Audioeingang, dient. Wer also seinen Laptop per USB-C anschließen möchte, muss das Kabel direkt an den Subwoofer führen. Das ist keine Katastrophe, sollte man aber wissen, bevor man sich wundert, warum kein Ton kommt.
Die optionale Verbindung via USB-C bringt einen entscheidenden Vorteil gegenüber einer einfachen Klinkenbuchse: Windows 11 erkennt das System als dediziertes Audiogerät und kann den Lautsprecher in den Energiesparmodus schicken, wenn keine Audiodaten mehr gesendet werden. Das funktioniert im Test zuverlässig und spart im täglichen Betrieb tatsächlich Strom und Lebenszeit der Hardware.
Der Bluetooth-Verbindungsaufbau läuft schnell und stabil. Einmal gekoppelt, verbindet sich das Gerät bei erneutem Einschalten automatisch mit dem zuletzt genutzten Gerät. Im Praxistest hielt die Verbindung auch über größere Entfernungen und durch Wände hindurch stabil, was bei Bluetooth-5.3-Hardware heutzutage zwar erwartet werden kann, aber trotzdem angenehm ist. Hinzu kommt, dass die ProMedia Lumina den Ton simultan per USB-C vom PC als auch via Bluetooth vom Smartphone darstellen können. Das hat Seltenheitswert.
Features und Bedienung der ProMedia Lumina
Die ProMedia Lumina wäre schon als reines 2.1-Lautsprechersystem eine solide Investition. Was sie aber von der Konkurrenz im Preissegment unter 400 Euro deutlich abhebt, ist die Fülle an Zusatzfunktionen, die Klipsch hier integriert hat.
Fangen wir mit dem Offensichtlichsten an: den LEDs. Jeder Satellitenlautsprecher ist an der Rückseite mit sechs LEDs ausgestattet. Nicht vorne. Das sorgt für eine stimmige Atmosphäre ohne diesen typischen „Gaming-Look“, da die Lautsprecher so nach hinten hin ein sanftes Umgebungslicht abstrahlen.
Keine bunte Disco-Beleuchtung, sondern stimmige Ambient-Atmosphäre. Das gefällt mir ausgesprochen gut. Das Licht ist diffus und weich, kein hartes Blitzen oder aggressives RGB-Geblinke. Die verfügbaren Modi umfassen unter anderem Rainbow, Breathe, Static und Aurora. Hinzu kommen reaktive Effekte, die die Farbe auf Basis der Musik oder des Geschehens auf dem Bildschirm anpassen. Dazu gesellt sich ein Dynamic Lighting-Modus für Windows 11, der die LEDs mit anderen RGB-kompatiblen Peripheriegeräten synchronisiert.
Die physische Bedienung der Klipsch ProMedia Lumina läuft ausschließlich über Tasten und ist in meinen Augen der größte Kritikpunkt. Leider gibt es weder eine Fernbedienung, noch fällt die Kontrolle sonderlich intuitiv aus. Wer die Lautsprecher ausschalten will, muss beispielsweise die Taste an der Oberseite des rechten Satteliten fünf Sekunden lang gedrückt halten. Ein einfaches Drücken ändert hingegen den Beleuchtungsmodus oder passt die Helligkeit an. Links und rechts davon sitzen Tasten, um die Lautstärke zu erhöhen oder zu verringern.
In den Bluetooth-Pairing-Modus geht es durch Gedrückt halten des Buttons, der an der Rückseite des rechten Lautsprechers zu finden ist. Selbige Taste wechselt dann auch zwischen den verschiedenen Audio-Eingängen wie Klinke, USB oder Bluetooth.
Das funktioniert zwar alles irgendwie, wirklich intuitiv ist das aber nicht. Zumal die einzelnen Tasten haptisch etwas mehr Differenz zum Gehäuse hätten vertragen können. Erfreulicherweise lassen sich die ProMedia Lumina aber auch über die App steuern, was wesentlich komfortabler ist. Und das wahlweise über das Smartphone oder via Desktop-Anwendung.
Die Klipsch Control-App
Für ein Desktop-Lautsprechersystem ist die App-Anbindung der Klipsch ProMedia Lumina bemerkenswert ausgereift. Die meisten Konkurrenzprodukte in dieser Preisklasse begnügen sich mit einem einzigen Schieberegler für die Lautstärke und nennen das „App-Support“. Klipsch macht das deutlich besser.
Anpassung der Beleuchtungseffekte, Farben und Helligkeit? Check. Soundanpassung in drei Modi (Music, Movie oder Virtual Surround)? Check. Sechs-Band-Equalizer inklusive diverser Presets, beispielsweise für Stimmen und mehr Bass? Ebenfalls vorhanden.
Die Klipsch Connect Plus App steht zudem für iOS und Android bereit und deckt auch alle wesentlichen Steuerungsfunktionen ab: Lautstärke, Eingangswahl, Soundmodi (Music, Movie, Flat), einen sechsbandigen parametrischen Equalizer, den Night-Modus und die komplette LED-Steuerung.
Der Sechsband-EQ ist das Herzstück für Audiophile unter den Nutzern: Hier lässt sich der Klang gezielt formen, Bass anheben, Mitten absenken oder Höhen präzisieren. Der Night-Modus ist ebenfalls löblich: Er senkt nicht nur die Gesamtlautstärke ab, sondern beschneidet gezielt die tiefen Frequenzen. Das bedeutet, man kann auch um 23 Uhr noch Musik in vernünftiger Lautstärke hören, ohne dass der Bass durch die Wände dröhnt.
Ein weiterer praktischer Aspekt der App: Firmware-Updates lassen sich darüber einspielen. So bleibt das System aktuell, ohne dass man den Hersteller-Support kontaktieren oder manuell nach Updates suchen müsste.
Der Virtual Surround-Modus ist ebenfalls per App zugänglich und liefert beim Gaming eine spürbare Erweiterung der Bühnenbreite. Kein echter 5.1- oder 7.1-Surround, das ist bei einem 2.1-System physikalisch nicht möglich, aber die Verbreiterung des Stereofelds ist im Spielbetrieb tatsächlich nützlich und nicht aufgesetzt.
Grandioser Sound im Klipsch ProMedia Lumina
Die Klangqualität ist natürlich das, worauf es wirklich ankommt und hier liefert der Klipisch ProMedia Lumina das überzeugendste Argument für seinen Preis. Beginnen wir mit den Satelliten. Das Herzstück ist das patentierte MicroTractrix-Horn, das den 1-Zoll-Mylar-Hochtöner umhüllt. Klipsch-typisch ist der Ansatz hier konsequent: Das Horn verteilt den Schall kontrolliert und präzise, sorgt für hohe Effizienz und minimale Verzerrung.
Die Höhen sind kristallklar, luftig und ermüdungsfrei und das selbst bei langen Hörsessions. Sibilanten in Gesangsaufnahmen klingen, auch auf hohen Lautstärken (und die Lautsprecher werden wirklich verdammt laut) nie harsch oder zischend. Der neu überarbeitete, breitere Horn-Entwurf gegenüber dem Vorgänger trägt messbar zur verbesserten Breitenabbildung bei.
Der 3-Zoll-Mitteltöner in jedem Satelliten ergänzt das Horn-Hochton-System stimmig. Stimmen klingen lebendig und natürlich, weder hohl noch übermäßig warm eingefärbt. Gerade bei Podcasts, Hörspielen oder Videokonferenzen zeigt sich, wie sorgfältig Klipsch die Abstimmung vorgenommen hat. Es ist kein aufgemotzter Konsumer-Klang mit übertriebenen Bässen und schmeichelnden Mitten. Das ist ein ehrlicher, relativ neutraler und einfach echt guter Sound.
Die Stereo-Klangbühne ist in meinen Augen eine der größten Stärken dieses Systems. Wer die Satelliten nahe beieinander auf dem Schreibtisch aufstellt und in Nearfield-Position sitzt erlebt ein überraschend präzises Klangbild. Instrumente haben definierte Positionen, die Bühne öffnet sich spürbar über die physische Breite der Lautsprecher hinaus. Das ist bei Desktop-Lautsprechersystemen keine Selbstverständlichkeit.
Kommen wir zum Subwoofer. Der 6,5-Zoll-Seitenabstrahler im röhrenbelüfteten MDF-Gehäuse reicht laut Klipsch bis 40 Hz herunter. Der Bass ist trocken, konturiert und weit weniger aufgeblasen, als man es von Multimedia-Subwoofern dieser Größe erwarten würde. Das ist Absicht: Klipsch stimmt den Sub nicht auf maximalen Wow-Effekt bei der Vorführung im Laden ab, sondern auf Ausgewogenheit im Dauergebrauch. Das merkt man in der Praxis auch deutlich.
Wer einen extremen Bass-Monster-Sub erwartet, der das Zimmer zum Beben bringt, sollte woanders suchen. Wer einen musikalisch runden, detaillierten und kontrollierten Tiefton will, ist hier goldrichtig.
Beim Gaming offenbart das System seine zweite große Stärke. Auch hier begeistert der Sound mit einer klaren, detaillierten Abstimmung. Und mächtig Wumms. Explosionen, tiefe Hintergrundgeräusche und räumliche Klangeffekte profitieren enorm von der Kombination aus präzisen Satelliten und dem kontrollierten Subwoofer-Fundament. In Verbindung mit dem Virtual Surround-Modus aus der App entsteht ein Erlebnis, das ziemlich beeindruckend klingt.
Auch die Bluetooth-Wiedergabe gefällt und punktet mit einer stabilen Verbindung, wenngleich der Klang gegenüber Kabelbetrieb etwas an Frische und Räumlichkeit einbüßt und Klipsch hier auf hochauflösende Codecs verzichtet.
Bei sehr hohen Lautstärken (also.. wirklich sehr hoch) geraten die Satelliten dann aber an ihre physikalischen Grenzen. Der Klang komprimiert leicht, die Präzision leidet. Das ist bei dieser Gehäusegröße normal und nicht verwerflich, sollte aber nicht unerwähnt bleiben. Klanglich spielen die ProMedia Lumina hier aber deutlich oberhalb ihrer Preisklasse. Chapeau.
Klipsch ProMedia Lumina Test: Fazit
Nach mehreren Wochen im täglichen Einsatz ist mein Urteil eindeutig: Das Klipsch ProMedia Lumina ist eines der besten 2.1-Desktop-Lautsprechersysteme, das ich in diesem Preissegment bislang gehört und benutzt habe. Klanglich setzt das MicroTractrix-Horn die Messlatte für Klarheit und Präzision im Hochton deutlich über das, was Konkurrenzprodukte in dieser Preisklasse zu leisten vermögen. Der kontrollierte Subwoofer ergänzt das Bild stimmig, ohne jemals ins Dröhnen zu verfallen.
Dazu kommen eine App-Anbindung mit Sechsband-EQ und Night Mode, die in dieser Produktkategorie ihresgleichen sucht, sowie durchdachte Hardware-Details wie die neigbaren Ständer und der Auto-On/Off unter Windows 11. Für rund 380 Euro bekommt man hier ein System, das sich weder für seinen Preis noch für seinen Klang entschuldigen muss.
Die Schwächen sind vorhanden, aber überschaubar: Mac-Nutzer bekommen nicht die volle App-Erfahrung, die Bedientasten sind etwas fummelig und wer ein Bassmonster sucht, das die Wände wackeln lässt, ist hier falsch. Für alle anderen, egal ob Musikliebhaber, Gamer oder Content Creator, die täglich stundenlang am Schreibtisch sitzen und dabei einfach gut, ehrlichen Klang wollen, ist das Klipsch ProMedia Lumina in meinen Augen eine uneingeschränkte Empfehlung.
The Review
Klipsch ProMedia Lumina
Hochwertiges 2.1-Soundsystem mit herausragendem, neutralem Klang, ansprechender Beleuchtung und starker Konnektivität. Die Bedienung an den Lautsprechern ist zwar etwas fummelig, aber die praktische App schafft hier Abhilfe. Ein absolutes Must-Have auf dem Schreibtisch.
PROS
- Herausragender Klang
- Neutrale Abmischung
- Edles Design
- Neigbare Standfüße
- Kompakte Bauweise
- Moderne Konnektivität
- Dezente Beleuchtung
- Gelungene Apps
CONS
- Tasten-Bedienung wenig intuitiv
- Keine hochauflösenden Bluetooth-Codecs
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Klipsch ProMedia Lumina DEALS
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