Mit der Ricoh GR IV Monochrom erweitert Ricoh die traditionsreiche GR-Serie um ein Modell, das sich vollständig der Schwarzweiß-Fotografie verschreibt. Die neue Kompaktkamera verzichtet bewusst auf Farbaufnahmen und setzt stattdessen auf einen speziell entwickelten Monochrom-Sensor. Damit richtet sich Ricoh an Fotografie-Enthusiasten, die maximale Kontrolle über Kontraste, Tonwerte und Bildwirkung suchen. Die GR IV Monochrom kombiniert klassische fotografische Prinzipien mit moderner Sensortechnik und zeigt, dass spezialisierte Kameras auch im Jahr 2026 ihren festen Platz haben.
- APS-C-Monochrom-Sensor ohne Farbfilter für maximale Detailtreue
- Integrierter Rotfilter für gezielte Kontraststeuerung per Tastendruck
- Kompaktes Magnesiumgehäuse im vollständig schwarzen Design
- Hohe Lichtempfindlichkeit bis ISO 409.600 für extreme Lichtsituationen
Inhalt
Ricoh GR IV Monochrom: Monochrom-Sensor und Bildcharakter im Fokus
Das Herzstück der Ricoh GR IV Monochrom ist der rückwärtig belichtete APS-C-CMOS-Sensor mit 25,7 Megapixeln, der vollständig auf einen Farbfilter verzichtet. Dadurch erfasst jedes einzelne Pixel ausschließlich Helligkeitsinformationen, ohne dass Farbdaten interpoliert werden müssen.
- Nicht verpassen: Fujifilm X-T6 Gerüchte: Start im September mit 200 MP?
Ricoh verspricht dadurch besonders scharfe Bilder mit fein abgestuften Grautönen und einer hohen Detaildichte, die vor allem bei großformatigen Ausdrucken oder anspruchsvoller Street- und Reportagefotografie zum Tragen kommt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der hohen Lichtempfindlichkeit. Der ISO-Bereich reicht von 160 bis 409.600 und übertrifft damit die Farbversion der GR IV deutlich. Diese Reserve eröffnet neue kreative Möglichkeiten bei Available-Light-Aufnahmen und erlaubt bewusstes Arbeiten mit Bildrauschen, das bei Schwarzweißfotografie oft als gestalterisches Element eingesetzt wird. Unterstützt wird der Bildlook durch verschiedene Bildsteuerungsmodi wie „Solid“ mit harten Kontrasten oder „Grainy“, der eine analoge Anmutung mit ausgeprägter Körnung simuliert. Eigene Presets lassen sich individuell anpassen und speichern, was die Kamera besonders flexibel für unterschiedliche fotografische Stile macht.
Rotfilter, Objektiv und technische Ausstattung
Ein Alleinstellungsmerkmal der Ricoh GR IV Monochrom ist der physisch integrierte Rotfilter, der sich per Fn-Taste aktivieren lässt. Dieser beeinflusst gezielt die Tonwertverteilung im Bild, indem er blaue Bereiche wie Himmel abdunkelt und helle Wolken stärker hervorhebt. Gleichzeitig erscheinen rote Flächen heller, was insbesondere bei Architektur- und Landschaftsaufnahmen für eine markante Bildwirkung sorgt. Der Rotfilter ersetzt den ND- beziehungsweise HDF-Filter der anderen GR-IV-Modelle und unterstreicht die klare Ausrichtung auf klassische Schwarzweißästhetik.

Das fest verbaute Objektiv bietet eine Brennweite von 18,3 Millimetern, entsprechend 28 Millimetern im Kleinbildformat, bei einer Lichtstärke von f/2.8. Der optische Aufbau mit sieben Linsen, darunter drei asphärische Elemente, ist auf hohe Schärfe und geringe Verzeichnung ausgelegt. Ergänzt wird das System durch einen elektronischen Verschluss mit Zeiten bis zu 1/16.000 Sekunde, der auch bei starkem Licht Aufnahmen mit offener Blende ermöglicht. Ein 5-Achsen-Bildstabilisator kompensiert Verwacklungen um bis zu sechs Blendenstufen, während der Hybrid-Autofokus eine schnelle und präzise Fokussierung sicherstellt.
Design, Handling und Positionierung innerhalb der GR-Serie
Optisch setzt Ricoh bei der GR IV Monochrom auf ein konsequent reduziertes Erscheinungsbild. Das komplette Magnesiumgehäuse ist in mattem Schwarz gehalten, inklusive Auslöser und Bedienelementen. Selbst kleine Details wie das seidenmatt schimmernde GR-Logo oder der nun weiß leuchtende Ein-/Ausschalter unterstreichen den monochromen Anspruch. Mit Abmessungen von 10,4 × 6,1 × 3,3 Zentimetern und einem Gewicht von rund 265 Gramm bleibt die Kamera extrem portabel und passt problemlos in jede Jackentasche.

Technisch entspricht die Ausstattung weitgehend der regulären GR IV. Dazu zählen ein 3-Zoll-Touchdisplay mit über einer Million Bildpunkten, ein interner Speicher von 53 Gigabyte für rund 937 RAW-Aufnahmen sowie Full-HD-Videoaufzeichnung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Der Akku mit 1.800 mAh ermöglicht etwa 250 Fotos pro Ladung. Innerhalb der GR-IV-Familie positioniert sich die Monochrom-Variante als konsequente Alternative zur klassischen Farbversion und zur GR IV HDF, die mit einem Highlight-Diffusion-Filter arbeitet. Damit bietet Ricoh drei klar differenzierte Modelle für unterschiedliche fotografische Vorlieben.
Nikon Z 24-105mm f/4-7.1 vorgestellt: Vielseitiges Zoomobjektiv für den Einstieg ins Vollformat
Fazit: Spezialisierte Kamera mit klarer Ausrichtung
Die Ricoh GR IV Monochrom ist keine Allround-Kompaktkamera, sondern ein bewusst spezialisiertes Werkzeug für Schwarzweiß-Fotografie. Der Monochrom-Sensor, der integrierte Rotfilter und die umfangreichen Bildsteuerungsoptionen machen sie zu einer interessanten Wahl für Fotografen, die maximale Kontrolle über Kontrast und Tonwerte suchen. Ab Februar 2026 soll die Kamera zu einem Preis von 1.800 Euro erhältlich sein und ergänzt die GR-Serie pünktlich zu deren 30-jährigem Jubiläum um ein eigenständiges, konsequent umgesetztes Modell.
























