Leica Noctilux-M 35 mm f/1.2 ist da: Leica erweitert die legendäre Noctilux-Reihe nach mehr als 60 Jahren um ein neues 35-mm-Weitwinkelobjektiv. Das Leica Noctilux-M 35 mm f/1.2 kombiniert extreme Lichtstärke mit präziser Bildqualität und richtet sich an anspruchsvolle Fotografen, die das Maximum aus ihrem M-System herausholen möchten. Das Objektiv übertrifft laut Herstellerangaben selbst das 35 mm Summilux in puncto Schärfe bei Offenblende, bleibt dabei aber dem typischen Leica-Design treu.
- Leica Noctilux-M 35 mm f/1.2: lichtstarkes Weitwinkelobjektiv
- 10 Linsen in 5 Gruppen, inklusive drei asphärischer Elemente und Floating Element
- Extrem präzise Fertigung in Deutschland mit Toleranzen unter 3 Nanometer pro Millimeter
- Hohe Schärfe bei f/1.2, moderate Verzeichnung, ausgeprägte Vignettierung
Inhalt
Leica Noctilux-M 35 mm f/1.2: Kompakte Bauweise trifft maximale Lichtstärke
Das neue Noctilux-M 35 mm f/1.2 orientiert sich optisch stark am 35 mm f/1.4 Summilux, ist aber in allen Dimensionen etwas größer und schwerer. Mit einer Länge von 50,2 Millimetern und einem Durchmesser von 64,6 Millimetern wiegt das Objektiv 416 Gramm – rund 23 Prozent mehr als das Summilux. Dafür bietet es eine halbe Blendenstufe mehr Lichtstärke, was 50 Prozent mehr Licht bedeutet und besonders bei Available-Light-Fotografie Vorteile bringt.
Die Konstruktion umfasst zehn Linsen in fünf Gruppen, darunter drei asphärische Linsen und ein Floating Element. Letzteres sorgt für konstante Bildqualität auch bei Nahaufnahmen ab 0,5 Metern, während klassische M-Objektive oft erst ab 0,7 Metern fokussieren können. Trotz kompakter Maße bleibt das Objektiv auf maximale Leistung optimiert und erlaubt sowohl kreative Freistellungseffekte als auch detailreiche Abbildungen.
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Bildqualität: Schärfe, Verzeichnung und Vignettierung
Laut Leica zeigen MTF-Kurven, dass das neue Noctilux bei Offenblende bereits deutlich schärfer ist als das 35 mm Summilux bei f/1.4. Die Bildränder bleiben allerdings selbst abgeblendet etwas weicher, sodass für höchste Schärfe nach wie vor das APO-Summicron-M 35 mm f/2 die beste Wahl ist, wenn extreme Lichtstärke nicht benötigt wird. Die Verzeichnung liegt bei moderaten 1,5 Prozent, während die Vignettierung mit rund drei Blendenstufen deutlich sichtbar ist – ein typisches Merkmal lichtstarker Leica-M-Objektive, die kompakt gebaut werden, um den Messsucher nicht zu verdecken.
Fertigung und Präzision „Made in Germany“
Das Leica Noctilux-M 35 mm f/1.2 wird vollständig in Deutschland hergestellt. Leica gibt Fertigungstoleranzen von unter 3 Nanometern pro Millimeter an, was die außergewöhnliche Präzision und Qualität des Objektivs unterstreicht. Jeder Baustein wird sorgfältig geprüft, um die legendäre Leica-Bildqualität sicherzustellen, die sowohl bei professioneller Fotografie als auch bei anspruchsvollen kreativen Projekten überzeugt.
Fazit
Mit dem Noctilux-M 35 mm f/1.2 ergänzt Leica seine Noctilux-Serie um ein Weitwinkelobjektiv, das in puncto Lichtstärke und Schärfe neue Maßstäbe setzt. Trotz kompakter Abmessungen und traditionellem Leica-Design liefert das Objektiv beeindruckende Leistungen für Available-Light-Aufnahmen, kreative Freistellungen und anspruchsvolle Fotoprojekte. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 8.950 Euro, verfügbar über den Leica-Onlineshop und den Fachhandel. Zum Vergleich: Das 35 mm Summilux-M kostet 5.900 Euro, das 35 mm APO-Summicron-M 8.090 Euro.
Quelle: Leica



























