Outbound DEALS
Stell dir vor, du steigst in einen alten Campervan, lässt die Stadt hinter dir und fährst einfach los. Kein Ziel, kein Stress, nur du, dein Bus und die Natur. Genau das ist Outbound und es ist verdammt gut darin, dieses Gefühl zu vermitteln. Das Indie-Spiel von Square Glade Games stand bei über einer Million Menschen auf der Steam-Wishlist. Meine Frau und ich haben uns das finale Spiel auf dem PC genauer angeschaut. Die Eindrücke gibt’s im Outbound Test.
| Titel | Outbound (offizielle Website) |
| Release | 11. Mai 2026 |
| Entwickler | Square Glade Games |
| Publisher | Square Glade Games |
| Genre | Open-World; Survival; Cozy Game |
| Plattformen | PC; PlayStation 4/5; Xbox Series X/S; Nintendo Switch |
| Anzahl Spieler | 1-4 |
| Preis | 24,99 Euro |
Inhalt
Was ist Outbound überhaupt?
Outbound ist ein Open-World-Cozy-Adventure mit leichten Survival-Elementen. Ich fahre mit einem elektrischen Campervan durch wunderschöne Landschaften, erkunde offene Gebiete, sammle Ressourcen und baue meinen Van nach und nach aus. Eine klassische Geschichte gibt es nicht und das ist auch gut so. Stattdessen bestimme ich selbst, wo es hingeht und was ich als nächstes anpacke.
Die Vollversion bietet dabei insgesamt vier riesige offene Gebiete und mehrere Fahrzeugmodelle bieten. Sie alle fühlen sich enorm abwechslungsreich an und bieten eine Spielzeit von rund 6-10 Stunden. Je nachdem, wie viel Zeit man sich lässt. Es gibt unglaublich viel zu entdecken und zu tun. Wenn man das möchte.
Erkunden, Basteln, Weiterkommen
Das Kernprinzip ist simpel: Ich fahre durch die Welt, entdecke Sendemasten, an denen ich Tickets gegen Baupläne tauschen kann, und schalte so immer neue Crafting-Optionen frei. Ein kaputter Überweg? Ich brauch Bretter. Für Bretter brauche ich eine Sägemühle. Für die Sägemühle brauche ich einen Bauplan vom nächsten Sendemast. Dieses Progression-System funktioniert überraschend befriedigend, weil jeder Schritt direkt spürbare Auswirkungen auf die Erkundung hat.
Outbound führt nach und nach immer neue Ressourcen, Baupläne und Optionen ein, sodass sich das Spiel konstant weiterentwickelt. Im aktuellen Gebiet gibt’s keine Fasern, die ich für die Verarbeitung zu Stoff benötige? Dann ab in den fahrbaren Untersatz und schnurstracks zum nächsten Wald.
Outbound ist dabei aber kein klassisches Survival-Game. Ja, mein Charakter hat Hunger. Ja, man muss schlafen und ja, man… sollte besser keine hohen Abhänge runterspringen. Aber das Ganze ist deutlich abgespeckt in einem Vergleich zu Enshrouded, Valheim und Co. Und genau das finde ich sehr angenehm. Denn im Kern bleibt Outbound ein entspanntes Cozy-Game und als solches macht es seine Sache ausgesprochen gut.
Besonders im Online-Koop übrigens. Wenn auch nur auf einer Plattform, denn Crossplay unterstützt der Titel leider nicht.
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Der Van ist dein Zuhause
Hier wird Outbound wirklich besonders. Der Campervan ist nicht nur ein Fortbewegungsmittel, er ist mein vollständig anpassbares Zuhause auf Rädern. Basenbau gehört bei Survival-Games natürlich dazu. Und hier ist das Auto die mobile Einsatzzentrale. Das ist mal frisch!

Auf dem Dachträger kann ich nach oben, zur Seite und nach vorne bauen: Zimmer, Gewächshäuser, Solarmodule, Werkbänke, Sägemühlen, Schmelzöfen… alles lässt sich direkt im Bus installieren. Oder daneben, sofern ich irgendwann das entsprechende Upgrade erforscht habe.
Das Beste daran: Wenn ich weiterfahren will, klappt sich alles automatisch zusammen und verschwindet in ein paar Koffern. Ich parke, baue auf, erforsche, packe ein und fahre weiter. Kein nerviges Abreißen oder Lagern. Geniale Idee.

Das Fahrzeug selbst lässt sich über eine Forschungsstation upgraden: stärkerer Motor, größere Batterie, bessere Effizienz. Anfangs kämpft der Bus noch mit steilen Anstiegen, aber nach ein paar Upgrades fährt er souverän durchs Gelände. Die Fahrphysik trifft dabei genau die richtige Mischung: entspannt und doch nicht unrealistisch. Es fühlt sich einfach gut an.
Koop für bis zu vier Personen – das Highlight
Und jetzt zum Punkt, der Outbound für viele noch attraktiver macht: Das Spiel unterstützt Online-Koop mit bis zu vier Spielern. Alles, was ich oben beschrieben habe, die Erkundung, das Crafting, den Vanausbau, lässt sich komplett im Multiplayer erleben.
Das klingt auf dem Papier gut, ist aber in der Praxis ein echter Game-Changer. Während eine Person den Bus fährt, kann eine andere schon die Sägemühle anwerfen. Brücke kaputt? Einer sammelt Holz, einer baut Bretter, einer repariert. Die Aufgaben verteilen sich auf natürliche Weise, ohne dass das Spiel euch dazu zwingt. Es entsteht einfach eine gemeinsame Routine und die fühlt sich unglaublich befriedigend an.
Für Freunde-Gruppen, Paare oder WG-Abende ist Outbound damit einer der spannendsten Cozy-Titel seit Langem. Das Konzept Van-Life-Simulator trifft auf das Gemeinschaftsgefühl eines gemeinsamen Roadtrips und das funktioniert. Ich hatte jedenfalls schon lange nicht mehr so viel Spaß beim Zocken mit meiner Frau, wie im Falle von Outbound. Und das soll nach Hunderten Stunden Diablo IV, The Finals, Apex Legends und zuletzt Cloudheim schon was heißen, oder?
Survival light: gut dosiert?
Outbound hat durchaus Survival-Mechaniken: Der Akkustand des Vans muss im Blick behalten werden, meine Spielfigur wird hungrig und müde, und Fallschaden gibt es auch. Stirbt mein Charakter, wache ich einen Spieltag später mit einem Viertel Gesundheit auf.
Diese Elemente sind sinnvoll, weil sie Upgrades erst wirklich bedeutsam machen. Die große Stärke von Outbound ist die Entspannung, das sollte das Spiel nicht selbst durch zu komplexe Mechaniken torpedieren. Und das tut es erfreulicherweise auch nicht.
Die Survival-Mechaniken gehen tief genug, damit das Spiel auch nach Stunden nicht langweilig wird. Doch sind sie dabei so dezent gestaltet, dass zu keinem Zeitpunkt Hektik oder Panik aufkommen. Okay… außer in diesem einen Moment, indem ich mit unserem Van vom Hügel einer Windmühle gesprungen bin, weil mir der Weg durch de Serpentinen zu lang war. Aber auch das ist kein Problem, wir haben’s überlebt.
Kleiner Kritikpunkt am Rande: Die Vouchers, also Papiergutscheine für neue Baupläne, landen automatisch im Rucksack und werden beim Leerräumen mit in den Kofferraum gepackt. Stehe ich dann vor einem Sendemast ohne Gutscheine, muss ich nochmal zurück zum Van.
Optik und Sound: Absolut stimmig
Optisch orientiert sich Outbound klar an Firewatch: stilisierter Artstyle, traumhafte Landschaften zu jeder Tageszeit. Das funktioniert hervorragend. Das Charakterdesign dagegen ist eher gewöhnungsbedürftig aber da ich zu Fuß immer in der Egoperspektive unterwegs bin, fällt das kaum auf.
Das Sounddesign ist eine echte Stärke: Das leise Surren des Elektromotors, Reifen auf Schotter, Vogelgezwitscher in stillen Momenten, Blitz und Donner, wenn ein dynamisches Gewitter einsetzt. Outbound klingt genauso, wie es sich anfühlen soll. Unglaublich atmosphärisch und stimmig. Der Soundtrack ist wunderschön, umfasst aber scheinbar nur einen einzigen Song, der sich immer wiederholt. Nun ja. Die englische Sprachausgabe der Spielfigur dagegen kommentiert jede Kleinigkeit. Zum Glück lässt sie sich in den Optionen deaktivieren.
Outbound Test: Fazit
Outbound ist genau das, was es verspricht: ein schöner, entschleunigter Roadtrip durch eine lebendige Spielwelt, mit einem cleveren Crafting-System und einem Zuhause auf Rädern, das sich wirklich wie meins anfühlt. Der Koop-Modus hebt das Erlebnis nochmal auf eine andere Ebene. Zusammen mit bis zu drei Freunden durch die Wildnis zu cruisen, Ressourcen aufzuteilen und den Bus gemeinsam auszubauen, hat echtes Suchtpotenzial.
The Review
Outbound
Outbound ist ein entspannter Mix aus Open-World-Erkundung, Survival light und Cozy-Game, das vor allem im Koopmodus an den Bildschirm fesselt und noch dazu unglaublich stimmig aussieht.
PROS
- Herrlich entspannt
- Motivierender Basenbau
- Spaßiger Koop-Modus
- Vier große Gebiete
- Stimmiger Look
- Atmosphärischer Sound
CONS
- Wenig echte Abwechslung
- Einige Bugs und Fehlerchen
- Soundtrack umfasst nur ein Lied
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